Lkw-Fahrverbot über Karneval in Köln

Karnevalsjecke auf dem Heumarkt

Lkw-Fahrverbot über Karneval in Köln

  • Kölner Polizei empfiehlt weiterhin LKW-Fahrverbot in Innenstadt
  • Kein Lkw-Fahrverbot in Düsseldorf
  • Zusätzliche Sperren und feste Barrieren

In Köln dürfen an Weiberfastnacht, Karnevalssonntag und Rosenmontag erneut schwere Lkw nicht in die Innenstadt fahren. So sollen die Besucher der großen Umzüge vor möglichen Anschlägen geschützt werden. In Düsseldorf dagegen gibt es in diesem Jahr kein Lkw-Fahrverbot.

Dort setzen Stadt, Veranstalter und Polizei auf ein Sicherheitskonzept, das hauptsächlich aus Sperren und festen Barrieren besteht. Deswegen könne auf ein Lkw-Fahrverbot verzichtet werden.

Blockaden sollen Umzüge schützen

Dagegen empfiehlt die Kölner Polizei ausdrücklich weiterhin ein Fahrverbot in der Innenstadt. Vor allem bei den Schull- und Veedelszöch und dem Rosenmontagszug, wenn hunderttausende Jecke auf den Straßen unterwegs sind. Darüber hinaus werden aber auch wieder Sperren und Lkw-Tribünen, die als Blockade dienen, aufgestellt.

In Düsseldorf sollen am Rosenmontag wieder feste Barrieren aus Containern den Karnevalszug sichern. Die Altstadt wird außerdem mit Betonklötzen gesichert.

Nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt vor gut zwei Jahren hatte Köln mit einem generellen Lkw-Fahrverbot über die Karnevalstage reagiert und Düsseldorf mit einem Verbot für Lkw über 3,5 Tonnen. Köln hat dieses seitdem beibehalten, Düsseldorf hatte bereits im vergangenen Jahr darauf verzichtet.

Zu den Rosenmontagszügen in Köln und Düsseldorf werden jeweils mehrere hundertausend Zuschauer erwartet.

Liefern Beton-Sperren Sicherheit oder gefühlte Sicherheit?

WDR 5 Leonardo Top Themen 13.09.2017 07:46 Min. Verfügbar bis 12.09.2022 WDR 5

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Stand: 13.02.2019, 14:40