LKA-Beamter wegen Verrats von Dienstgeheimnissen verurteilt

Das Landgericht und Amtsgericht Düsseldorf

LKA-Beamter wegen Verrats von Dienstgeheimnissen verurteilt

  • LKA-Beamter verrät Dienstgeheimnisse
  • Urteil: Eineinhalb Jahre auf Bewährung und Geldstrafe
  • Tat vor Gericht verleugnet

Ein Beamter des Landeskriminalamts in Nordrhein-Westfalen ist wegen Verrats von Dienstgeheimnissen zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe verurteilt worden. Das gab das Düsseldorfer Amtsgericht am Dienstag (03.12.2019) bekannt.

Der 40-jährige Polizist hatte über mehrere Jahre einer russisch-ukrainischen "Pflegemafia" Daten aus dem Polizeicomputer zukommen lassen.

Infos über Ermittlungen weitergegeben

Interne Ermittler des LKA waren ihrem Kollegen auf die Spur gekommen, weil der 40-Jährige Kontakt zu Verdächtigen hatte. In zahlreichen Fällen hatte er sich im Polizeicomputer über Verdächtige informiert, gegen die wegen Pflegebetrugs ermittelt wurde.

Darunter seien auch der Anfang Februar 2018 in Düsseldorf zu sieben Jahren Haft verurteilte Boss der Pflegemafia sowie der Schwiegervater des Beamten gewesen.

Tat vor Gericht verleugnet

Der 40-jährige Beamte hatte zwar die Abfragen zugegeben, behauptete aber, die Ergebnisse nicht weitergegeben zu haben. Er habe nur die Angaben eines Ex-Polizisten aus der Ukraine überprüfen wollen, der sich ihm als Informant angeboten habe.

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe wurde der Beamte suspendiert. Jetzt droht ihm der Verlust des Beamtenstatus und seiner Pensionsansprüche.

Stand: 03.12.2019, 18:18

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