Stadt Leverkusen und Karnevalsgesellschaften sagen Umzüge ab

Symbolbild: Jecke feiern Straßenkarneval

Stadt Leverkusen und Karnevalsgesellschaften sagen Umzüge ab

Von Erik Butterbrodt

D’r Zoch kütt nitt – heißt es in Leverkusen. Stadt und Karnevalsgesellschaften einigen sich pandemiebedingt auf eine Absage der Züge des Straßenkarnevals. Sitzungen sollen stattfinden.

Laut der Stadt Leverkusen zögerte man die Entscheidung bis zuletzt hinaus. Doch gestern Abend einigten sich die Mitglieder des Festkomitees Leverkusener Karneval samt angeschlossener Vereine auf eine Absage der Züge. Die rollen damit nicht durch Opladen, Wiesdorf und Hitdorf.

Kontrollmaßnahmen seien nicht zu leisten, finanzielles Risiko zu groß

„Angesichts der nicht zu leistenden, erforderlichen Kontrollmaßnahmen entlang des Zugwegs werden wir auch in dieser Session auf die Karnevalsumzüge verzichten.“, wird Thomas Loef, Geschäftsführer des Festkomitees Leverkusener Karneval in einer Pressemitteilung der Stadt zitiert. Dem Komitee gehören laut eigener Aussage 19 Karnevalsvereine an. „Zu groß ist zudem das finanzielle Risiko, sollten die Züge aufgrund sich verschärfender Maßnahmen kurzfristig abgesagt werden müssen.“

Auch in Hitdorf findet kein Zug statt. Für die Absage seien hier besonders der Zeitpunkt und der neue Zugweg ausschlaggebend gewesen. Traditionell am Karnevalsfreitag wäre der Hitdorfer Zug der erste Umzug im Umland nach zwei Jahren pandemiebedingter Auszeit. „Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Gelegenheit von feierfreudigen Karnevalisten aus der ganzen Region genutzt wird, ist daher groß. Dass wir von den Jecken überrannt werden, ist damit wahrscheinlich. Eine Herausforderung, die wir als Gesellschaft so nicht stemmen können“, betont der Vorstand die KG HMJ vun '93 e.V. in einer Pressemitteilung.

Stadt sucht nach Alternativen

„Wenn auch der Wunsch auf ausgelassenes Feiern nach rund zwei Jahren Beschränkungen groß ist, so geht in Leverkusen die Sicherheit vor“, heißt es von Oberbürgermeister Uwe Richrath. „Damit die Session dennoch im angemessenen Rahmen stattfindet, stehen wir als Stadtverwaltung mit den Gesellschaften in engem Austausch und suchen nach kreativen Lösungen, den Karneval dennoch zu feiern.“

Angekündigte Sitzungen und Veranstaltungen sollen demnach stattfinden können. Voraussetzung sei eine Durchführung unter der Einhaltung der 2 G plus-Regelg, also geimpft oder genesen und zusätzlicher negativer Test.

Auch die auf den 7. Januar 2022 verlegte Prinzenproklamation im Forum Leverkusen soll unter diesen Bedingungen stattfinden.

Von der Stadt heißt es heute, dass je nach aktueller Lage im Pandemiegeschehen, die Leverkusener Karnevalisten im Einvernehmen mit der Stadtspitze für die Session 2021/2022 neue Formate entwickeln wollen, um den Karneval auch als Straßenkarneval sicher zu feiern – etwa mit 2-G-plus und einem verbindlichen Kontrollsystem.

Stand: 24.11.2021, 17:29