Neue Wohnungen in Leverkusen-Rheindorf sind entstanden

Das Rheindorfer Karree in Leverkusen

Neue Wohnungen in Leverkusen-Rheindorf sind entstanden

Von Erik Butterbrodt

  • Neues Wohnviertel mit 61 Wohnungen und fünf Ladenlokalen in Leverkusen-Rheindorf
  • Bislang größtes Bauprojekt der Wohnungsgesellschaft Leverkusen
  • NRW-Bauministerin fordert: Landesmittel für Sozialwohnungen abrufen

In Leverkusen-Rheindorf ist am Mittwoch (15.07.2020) das neue Wohnviertel Rheindorfer Karree mit 61 Wohnungen eröffnet worden. Es ist nach Angaben der Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL) ihr bislang größtes Bauprojekt. Wohnungen und fünf Ladenlokale sind innerhalb von zwei Jahren entstanden. 17 Millionen Euro hat die WGL investiert. Alle Wohnungen im Rheindorfer Karree sind vermietet und fast alle sind bereits bezogen, so die Wohnungsgesellschaft.

Wohnungen auch aus Landesmitteln finanziert

28 der 61 Wohnungen sind öffentlich gefördert worden. Die WGL engagiert sich nach eigenen Angaben am stärksten für den sozialen Wohnungsbau in der Stadt Leverkusen. Das Rheindorfer Karree ist für die Wohnungsgesellschaft ein Vorzeigeprojekt. Das Stadtteilzentrum Rheindorf-Nord werde damit deutlich aufgewertet. Früher galt es als sozialer Brennpunkt.

Investoren im Wohnungsbau fehlen

Geschäftsführer Wolfgang Mues betont, es sei nicht attraktiv für Investoren, im sozialen Wohnungsbau zu investieren. Die niedrigen Zinsen, die Mietpreisbindung und die Bürokratie stünden im Weg. Außerdem fehle es in der Stadt an Bauland. Derzeit gebe es bei der WGL 1.900 Bewerbungen für eine Wohnung, so Mues. Es müsse noch deutlich mehr gebaut werden. Die Förderbescheide für das Rheindorfer Karree beziehen sich auf die Jahre 2017/2018.

Im letzten Jahr keine Gelder für Sozialwohnungen abgerufen

Doch im vergangenen Jahr hatte Leverkusen als eine von nur drei Kommunen in NRW gar keine Fördergelder mehr für den sozialen Wohnungsbau abgerufen. NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) hatte das kritisiert. Das Landesprogramm hatte der Stadt Leverkusen 9,1 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Stadt verteidigte sich. Es habe keine Investoren gegeben, die die Gelder abgefragt hätten.

Stand: 15.07.2020, 13:13