Leichlinger Tierretter hilft in Australien

Leichlinger Dogman wird Kangarooman in Australien Lokalzeit Bergisches Land 22.01.2020 02:37 Min. Verfügbar bis 22.01.2021 WDR Von Gabi van den Boom

Leichlinger Tierretter hilft in Australien

  • Dogman Tierhilfe unterstützt Tierschutzorganisationen in Australien
  • Mit kanadischen Feuerwehrleuten im Outback
  • Arbeit direkt in Katastrophengebieten

Marcus Barke, Gründer der Dogman Tierhilfe Leichlingen-Leverkusen, ist vor einer Woche (16.01.2020) gemeinsam mit Helfern befreundeter Tierschutzvereine nach Australien geflogen, um dort die Tierschutzorganisationen vor Ort zu unterstützen. Gemeinsam mit kanadischen Feuerwehrleuten ist er gerade im Outback unterwegs, um dort verletzte Tiere einzufangen und Wasserstellen einzurichten.

Die Auffangstation Possumwood, in der er sich gerade befindet, liegt einige Stunden mit dem Auto von Sydney entfernt. Immer mehr freilebende Kangurus, die es aus den Brandgebieten geschafft haben, kommen dort - auf der Suche nach Futter und Wasser - hin.

Für die Tierschützer geht es in ein großes Gebiet, in dem die Brände der vergangenen Wochen inzwischen weitestgehend gelöscht sind. Bislang ist jedoch noch keiner in das Areal vorgedrungen. Dort möchte das Team um Marcus Barke hilflose Tiere bergen und anschließend in der Auffangstation versorgen.

Beispiellose Spendenaktion

Helm, Taschenlampe und andere Utensilien für den Einsatz in Australien

Mit dieser Ausrüstung fliegen die Tierschützer nach Australien

Ermöglicht wird der Einsatz durch Spenden. Die bergischen Tierretter haben insgesamt schon 50.000 Euro gesammelt, die Flüge werden von einem Reisebüro gesponsert. Mit den Spendengeldern wollen sie vor Ort Hilfsausrüstung kaufen. Im Gepäck haben sie nur die persönliche Schutzausrüstung, wie feuerfeste Stiefel und Helme.

Für alle Eventualitäten gerüstet

Mit den australischen Hilfsorganisationen waren die Einsätze bereits im Vorfeld schon besprochen. Von Sydney aus ging es direkt in das Katastrophengebiet von Batemanns Bay. Dass sie um die halbe Welt fliegen, um zu helfen, hält Markus Barke für wichtig.

Von den australischen Kollegen hat er erfahren, dass sie nach Monaten des Kampfes am Ende ihrer Kräfte sind. Nicht nur die Feuerwehrleute, sondern auch die Mitglieder sämtlicher Tierschutzorganisationen seien rund um die Uhr im Einsatz. Jede Hilfe sei willkommen.

Jahrelange Erfahrung in der Tierrettung

Marcus Barke bringt jahrelange Erfahrung in der Rettung von heimischen Tieren mit. Wie man mit Koalas und Kängurus umgeht, darüber haben sich er und seine Helfer in den letzten Wochen vor der Abreise genau informiert.

Stand: 23.01.2020, 15:26