Leibniz-Preise 2020: 25 Millionen für Wissenschaftler

Das Gebäude der DFG in Bonn.

Leibniz-Preise 2020: 25 Millionen für Wissenschaftler

Von Jörg Sauerwein

  • Acht Männer und zwei Frauen bekommen begehrten Leibniz-Preis
  • Geld bedeutet viel Freiheit für die Wissenschaftler
  • Zwei Auszeichnungen für NRW-Professoren

Insgesamt zehn Wissenschaftler können sich über den mit jeweils 2,5 Millionen Euro dotierten Leibniz-Preis freuen. Mit dem Geld will die in Bonn ansässige Deutsche Forschungsgemeinschaft die Arbeitsbedingungen herausragender Spitzenforscher in Deutschland verbessern.

Große Freude bei Preisträgern

Sie sind zum Beispiel Chemiker, Materialwissenschaftler, Neuropathologen, Theologen oder Literaturwissenschaftler: Die Preisträger stammen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Wissenschaft. Eines aber haben sie alle gemeinsam: Die Freude, wenn die Nachricht über ihre Auszeichnung kommt.

"Sehr schön ist es, wenn die Preisträgerinnen und Preisträger in Vorlesungen angetroffen werden und der gesamte Hörsaal stehend applaudiert", sagt Marco Finetti von der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG in Bonn.

DFG gibt Leibniz-Preise 2020 in Bonn bekannt

Lokalzeit2go - Bonn 05.12.2019 03:13 Min. Verfügbar bis 05.12.2020 WDR Bonn

Geld ermöglicht wissenschaftliche Freiheit

Für die Wissenschaftler bedeutet die Auszeichnung zum einen viel Renommee. Denn der seit 1986 verliehene Preis gehört zu den wichtigsten in der wissenschaftlichen Welt. Zum anderen bekommt jeder der Ausgezeichneten ein Preisgeld von 2,5 Millionen Euro für die Forschung. Das sei an keinerlei Bedingungen geknüpft und die Wissenschaftler könnten darüber innerhalb von sieben Jahren frei verfügen, heißt es von der DFG.

In Zeiten von immer aufwändigeren Förderanträgen für Drittmittel in der Forschung bedeutet das für die Wissenschaftler vor allem mehr Zeit für ihre eigentliche Arbeit.

Zwei Preisträger aus NRW

Zwei der zehn Preisträger kommen in diesem Jahr aus Nordrhein-Westfalen. Der Materialwissenschaftler Baptiste Jean Germain Gault vom Düsseldorfer Max-Planck-Institut für Eisenforschung für die Entwicklung neuer Techniken in der Atomsondentomografie. Und der Zellbiologe Andrea Musacchio am Dortmunder Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie forscht im Bereich der Zellteilung.

Von ihnen könnte man auch künftig noch mehr hören. Immerhin haben sieben der bisherigen Leibniz-Preisträger später auch einen Nobelpreis bekommen.

Stand: 05.12.2019, 16:51

Weitere Themen