Unterrichtsaufälle wegen Lehrerstreiks in NRW

Lehrer streiken für mehr Gehalt in Bielefeld

Unterrichtsaufälle wegen Lehrerstreiks in NRW

  • Streik angestellter Lehrer
  • Forderung: gleichberechtigte Gehälter
  • Unterricht teilweise ausgefallen

Viele angestellte Lehrer haben am Donnerstag (14.02.2019) in ganz NRW für gleichberechtigte Gehälter der angestellten und verbeamteten Lehrer gestreikt. Mit dem Warnstreik wollte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) den Druck im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder erhöhen.

Unterrichtsausfall in OWL und Duisburg

Die streikenden Lehrer trafen sich am Donnerstagmittag zu Demozügen und Kundgebungen. In Bielefeld und Herford waren bis zu 500 Lehrer aus ganz Ostwestfalen-Lippe, in Wuppertal rund 300 Lehrer unterwegs. Laut Gewerkschaft haben in Duisburg rund 350 Menschen gestreikt.

In OWL und in Duisburg fiel teilweise der Unterricht aus. Konkrete Zahlen haben die Bezirksregierungen auf Nachfrage nicht genannt.

Bis zu 1.000 Euro weniger Gehalt als Beamte

Lehrer streiken für mehr Geld: Demonstrationen in Dortmund, Münster und Gelsenkirchen

00:32 Min. Von Franz Altrogge

Die Schieflage der Situation versuchte die angestellte Schulleiterin der Sekundarschule in Duisburg-Rheinhausen, Martina Seifert, so deutlich zu machen: "Ich verdiene im Vergleich 1.000 Euro weniger als meine Kollegin, die die Stellvertretung inne hat. Und: Rund 1.600 Euro weniger als mein Ehemann, der eine andere Schule als Beamter leitet."

Die Forderung der Gewerkschaft, das Gehalt der angestellten Lehrer auf das Niveau der verbeamteten Lehrer anzuheben, ist nicht neu. "Es kann nicht sein, dass für gleiche Arbeit ungleiches Geld bezahlt wird", sagte GEW-Chef Philipp Einfalt dem WDR am Mittwoch (13.02.2019). Viele Lehrer kämpfen seit langem für gleiche Entlohnung.

Stand: 14.02.2019, 10:36