Grundschullehrer demonstrieren für gleiches Gehalt

Grundschullehrer demonstrieren vor dem Landtag

Grundschullehrer demonstrieren für gleiches Gehalt

Von Erik Rönicke

  • Grundschullehrer demonstrieren vor Landtag
  • Forderung: Gleiches Gehalt für alle Lehrer
  • Ausbildung für alle mittlerweile gleich lang

Etwa 100 Lehrkräfte von Grundschulen und aus der Sekundarstufe 1 haben am Dienstag (26.11.2019) vor dem Landtag in Düsseldorf demonstriert. Von der Landesregierung fordern sie, dass ihr Gehalt auf das Niveau aller anderen Lehrer angehoben wird.

Einstiegsgehalt und Aufstiegschancen geringer

Demonstrierende Grundschullehrer stehen mit Fahnen vor dem Landtag

Zu der Lehrerdemo aufgerufen hatte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.

Auch Grundschullehrer müssen in NRW mittlerweile einen Bachelor- und Masterstudiengang absolvieren. Das Einstiegsgehalt für Grundschullehrer und Lehrer der Sekundarstufe 1 liege aber bei Beamten eine Stufe unter dem von Lehrern, die ältere Kinder unterrichten, so Sebastian Krebs von der Gewerkschaft GEW.

Bei angestelten Lehrern sei das Gehalt sogar um zwei Stufen geringer. Krebs kritisierte auch die fehlenden Aufstiegschancen an Grundschulen. Ein Schuldirektor einer weiterführenden Schule verdiene deutlich mehr als an Grundschulen, so der stellvertrende GEW-Vorsitzende in NRW.

Mehrere 100.000 Euro weniger

Für Grundschullehrer bedeute der geringere Lohn monatlich zwischen 500 Euro und 700 Euro weniger auf dem Konto. Mehrere 100.000 Euro verliere eine Lehrkraft so in ihrem Berufsleben.

Enttäuscht zeigte sich Krebs von Ministerpräsident Armin Laschet. Dieser habe ihm noch im Wahlkampf versprochen, die Gehälter von Grundschullehrern anzupassen. Passiert sei bis heute nichts.

Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein haben bereits die Einstiegsgehälter für Grundschullehrer erhöht. Nach den Wünschen der GEW soll dies nun auch in Nordrhein-Westfalen erfolgen.

Stand: 26.11.2019, 17:35