Laschet trifft Tagebau-Umsiedler in Erkelenz

Armin Laschet

Laschet trifft Tagebau-Umsiedler in Erkelenz

Von Britta Kuck

  • Ministerpräsident Laschet in Erkelenz unterwegs
  • Stadtteile vom Tagebau Garzweiler II betroffen
  • Proteste im Stadtteil Keyenberg

NRW-Ministerpräsident Laschet (CDU) hat am Samstag (10.11.2018) zwei vom Tagebau Garzweiler II betroffene Stadtteile von Erkelenz besucht. In Kuckum sprach er mit 60 Umsiedlern. Laschet ist der erste Ministerpräsident, der vom Tagebau betroffene Dörfer besucht hat.

Laschet will Dorfgemeinschaft erhalten

Nach dem mehr als einstündigen Gespräch mit den Dorfbewohnern berichtete Laschet, den Menschen sei wichtig, dass die Dorfgemeinschaft erhalten bleibe. Dies sei aber nicht so leicht - gerade für landwirtschaftliche Betriebe: "Die Umsiedlungen müssen sozial verträglich und mit wirtschaftlichen Entschädigungen verbunden sein."

Laschet sagte, das Land habe den Dorfbewohnern viel zugemutet. 1995 hatte die damalige Landesregierung unter Ministerpräsident Johannes Rau den Braunkohlenplan Garzweiler II genehmigt. Tausende haben bereits ihre Heimat verloren.

Gegenwind für Laschet

Die Stimmung in den Dörfern ist gespalten. Während viele schon im Umsiedlungsort neu bauen, hoffen andere immer noch, in ihrer Heimat bleiben zu können. Rund 1.200 Dorfbewohnern steht die Umsiedlung noch bevor.

Erkelenz: Ein Motorrad fährt durch den Ort Keyenberg.

Keyenberg soll dem Tagebau weichen

Gegenwind erfuhr der Ministerpräsident in Erkelenz-Keyenberg. Dort demonstrierten etliche Bewohner für den Erhalt ihres Dorfes - und für einen sofortigen Ausstieg aus der Kohle-Energie.

Zuletzt war Armin Laschet vorgeworfen worden, sich nur um die Beschäftigten des Energieversorgers RWE zu kümmern. Mit dem Bürgerdialog in Erkelenz wollte Laschet auch sein Image aufpolieren.

Stand: 10.11.2018, 16:00