Hünxe: Schafe erneut von Wolf gerissen?

Wolf kommt auf Kamera zu.

Hünxe: Schafe erneut von Wolf gerissen?

  • Wieder tote und verletzte Schafe in Hünxe
  • LANUV prüft, ob Wolf zugeschlagen hat
  • Land zahlt Schafzüchtern Herdenschutzzäune

Im Wolfsgebiet Schermbeck sind am Freitag (29.03.2019) erneut Schafe gerissen worden - möglicherweise wieder durch einen Wolf. Die beiden Tiroler Bergschafe waren hochträchtig, so der Besitzer. Drei weitere Schafe hätten Bissverletzungen an Kehle und Hinterbeinen, zwei Tiere seien verschwunden.

Wölfe in NRW - (K)ein Grund zur Panik?

WDR RheinBlick 05.04.2019 26:24 Min. Verfügbar bis 05.04.2020 WDR Online

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Der Schafhalter hat das zuständige Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz (LANUV) eingeschaltet. Experten wollen nun anhand von Speichelproben herausfinden, ob tatsächlich ein Wolf die Schafe gerissen hat. Das Ergebnis könnte in etwa vier Wochen vorliegen. Ungeachtet des Ergebnisses hat der Schafhalter seine Wolfsschutzzäune nach dem Vorfall noch einmal erhöht.

Inzwischen zwei Wolfsgebiete in NRW

In der Region rund um Hünxe hat eine Wölfin mit der Kennung GW954f im vergangenen Jahr mehrmals Tiere gerissen und Spuren hinterlassen. Seit Oktober 2018 gelten Teile der Kreise Kleve, Wesel, Borken und Recklinghausen sowie der Städte Bottrop und Oberhausen deshalb offiziell als Wolfsgebiet.

Im Januar 2019 ist mit der Senne in Ostwestfalen-Lippe ein zweites offizielles Wolfsgebiet in NRW dazugekommen. In Wolfsgebieten und Pufferzonen fördert das NRW-Umweltministerium die speziellen Herdenschutzzäune seit Mittwoch (27.03.2019) vollständig - bisher haben Schäfer nur 80% der Kosten erstattet bekommen.

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Stand: 01.04.2019, 14:43

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