Gerodetes Biotop in Langenfeld: Staatsanwaltschaft ermittelt

Gefällte Bäume, Wurzeln und Erde türmen sich entlang der A3

Gerodetes Biotop in Langenfeld: Staatsanwaltschaft ermittelt

  • Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und Umweltschäden
  • Zeugenbefragungen haben begonnen
  • Mehr Vorwürfe gegen das beauftragte Unternehmen

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat wegen der Abholzung eines Landschaftsschutzgebietes in Langenfeld an der A3 Ermittlungen aufgenommen. Nach Angaben eines Sprechers der Behörde gehe es dabei um Sachbeschädigung und mögliche Umweltstraftaten. Am Mittwoch (13.02.2019) haben die Zeugenvernehmungen begonnen.

Firma rodete Biotop ohne Genehmigung

Vor drei Wochen hatte eine Firma, die für Straßen.NRW arbeitet, in Langenfeld entlang der Autobahn A3 zahlreiche Bäume abholzen lassen. Die Rodung geschah ohne Genehmigung der Naturschutzbehörde des Kreises Mettmann, teilte die Stadt Langenfeld Mitte Januar (21.01.2019) mit. Die Stadt Langenfeld stellte deshalb Strafanzeige gegen Straßen.NRW und die bauausführende Firma.

Bei den Rodungsarbeiten im Landschaftsschutzgebiet ist zudem ein gesetzlich geschütztes Biotop zerstört worden. Laut BUND wuchsen in dem Gebiet vom Aussterben bedrohte Orchideenarten, die sich nur schwer wieder neu anpflanzen ließen. Der Kreis Mettmann gab an, dass man eine Rodung der Fläche nie genehmigt hätte, da die Fläche einen "besonderen Schutzstatus" habe.

Bäume an der A3 illegal abgeholzt 02:22 Min. Verfügbar bis 23.01.2020

Baustopp nach Bekanntwerden des Vorfalls

In einem Telefonat mit dem WDR hatte Straßen.NRW betont, dass das beauftragte Unternehmen die Rodungsarbeiten eigenmächtig durchgeführt habe. An der betroffenen Stelle war ein sofortiger Baustopp verhängt worden.

Stand: 13.02.2019, 17:26

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