Schwarzarbeit: Landgericht Wuppertal lehnt Prozess ab

Landgericht Wuppertal

Schwarzarbeit: Landgericht Wuppertal lehnt Prozess ab

  • Vorwurf an Staatsanwaltschaft
  • Es gab sechs Angeklagte nach großangelegter Razzia
  • Schaden in Millionenhöhe

Das Landgericht Wuppertal hat einen großen Prozess abgelehnt - gegen organisierte Schwarzarbeit am Bau (11.01.2019). Nach einer groß angelegten bundesweiten Razzia vor einem Jahr, gab es sechs Angeklagte. Sie sollen Teil eines Schwarzarbeits-Netzwerks sein. Davon sei das Gericht zwar überzeugt, dennoch wollten die Richter den Prozess nicht eröffnen. Grund: Die Anklage habe die Schadenshöhe zum großen Teil nur geschätzt.

Mit Scheinfirmen operiert

Die mutmaßlichen Täter hätten Scheinfirmen gegründet, so die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage. Die hätten in einem komplexen System unter anderem Scheinrechnungen quasi mit Gewinn verkauft und bei den Sozialabgaben angeblich beschäftigter Arbeiter betrogen. Geschätzter Schaden: Mehr als 36 Millionen Euro.

Weil die Richter der Staatsanwaltschaft vorhalten, nicht ausreichend ermittelt zu haben, sei eine Verurteilung der Beschuldigten unwahrscheinlich. Die Staatsanwaltschaft will gegen die Entscheidung vorgehen und sagt, man könne alles beweisen.

Stand: 11.01.2019, 08:53