Totschlag in Eitorf: Urteil vor dem Bonner Landgericht

Verurteilte nach Totschlag in Eitorf vor Gericht

Totschlag in Eitorf: Urteil vor dem Bonner Landgericht

Von Christoph Hensgen

Das Bonner Landgericht hat ein Urteil gegen zwei Männer gesprochen, die in einem Wald bei Eitorf einen 46-Jährigen getötet haben sollen.

Den jüngeren der beiden Beschuldigten hat das Landgericht zu sechseinhalb Jahren Jugenstrafe wegen Totschlags verurteilt. Er hat nach Überzeugung der Richter im vergangenen Sommer, in einem Wald bei Eitorf, einen 46-Jährigen getötet. Den Mitangeklagten sprach die Strafkammer hingegen frei, aus Mangel an Beweisen.

Totschlag mit Schaufel

Die Staatsanwaltschaft hatte wegen Totschlags zehn beziehungsweise acht Jahre Haft für die beiden Männer gefordert. Sie bezeichnete die Tat im vergangenen Sommer als Ausbruch extremer Gewalt. Dem Opfer sei wiederholt mit einer Schaufel ins Gesicht geschlagen worden. Beide Beschuldigten hatten sich im Prozess gegenseitig der Tat beschuldigt.

Gemeinsamer Campingausflug eskalierte

Einer der beiden Männer lebte zur Tatzeit in einem Waldstück. Am Tattag wollten auch der jüngere Mitangeklagte und das spätere Opfer in seinem Lager campieren.

Es kam zu einem Streit, in dessen Verlauf der 20-Jährige immer wieder mit einer Schaufel auf seinen Widersacher eingeschlagen haben soll. Obwohl das Opfer vielleicht schon tot war, soll der Angreifer es weiter traktiert haben, unter anderem mit einer abgebrochenen Bierflasche.

Angeklagte sollen die Leiche verbrannt haben

Um Spuren zu verwischen, so Anklage, schafften die Männer die Leiche in einen ausgetrockneten Bachlauf, übergossen sie mit Spiritus und zündeten sie an. Zwei Wochen später entdeckte eine Joggerin den Toten.

Stand: 19.03.2021, 16:40

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