Prozess wegen Pfandbetrugs in Köln

Prozess wegen Pfandbetrugs in Köln

  • Prozessbeginn wegen Pfandbetrugs in Köln
  • Getränkehändler sollen Automaten manipuliert haben
  • Fast eine halbe Million Euro Schaden

Vor dem Kölner Landgericht läuft seit Mittwoch (10.04.2019) der Prozess gegen drei Männer wegen Betrugs. Sie sollen durch Pfandmanipulation fast eine halbe Millionen Euro ergaunert haben. Am ersten Prozesstag bestritten die Angeklagten die Vorwürfe.

Automaten warfen Flaschen wieder aus

Zwei der drei Angeklagten betrieben einen Getränkehandel auf dem Großmarktgelände in Köln. Laut Anklage hatten sie die Pfandautomaten im Getränkehandel so manipuliert, dass die Flaschen unversehrt wieder ausgeworfen worden.

Hoher Schaden für Pfandsystem

Die Automaten registrierten zwar die Einwegflaschen aus Plastik, drückten sie aber nicht zusammen und zogen sie nicht ein. So konnten die Männer laut Staatsanwaltschaft dieselben Flaschen immer wieder in Rücknahmeautomaten schieben und erzielten so etwa 450.000 Euro.

Das Geld sollen sie von dem bundesweiten Pfand-Ausgleichsystem kassiert haben. Das System regelt, dass bei einem Händler gekaufte Einwegflaschen auch bei einem anderen Händler wieder abgegeben werden können.

Stand: 10.04.2019, 08:32