Katholische Laien in Köln begehren auf

31.05.2018 Köln: Kardinal Rainer Maria Woelki spricht bei einem Pontifikalamt zu Fronleichnam auf dem Platz vor dem Kölner Dom

Katholische Laien in Köln begehren auf

  • Laienvertretung kritisiert Kardinal
  • Ruf nach progressiven Ideen
  • Woelki bleibt hart

Die katholische Laienvertretung in der Erzdiözese Köln geht auf Konfrontationskurs zu ihrer Bistumsleitung.

Bei der Vollversammlung des Diözesanrates der Katholiken im Erzbistum Köln kritisierte der Vorsitzende Tim Kurzbach am Samstag (02.06.2018) in Bergisch Gladbach fehlende Reformen. "An der Basis konkret verändert sich zu wenig, oder zu wenig zum Guten", sagte der Solinger SPD-Oberbürgermeister.

Vollversammlung des Diözesanrates des Erzbistums Köln

WDR 5 Morgenecho - Interview | 02.06.2018 | 05:43 Min.

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Priesteramt für Verheiratete?

Ein Mann im Anzug

Solingens OB Tim Kurzbach

Der von Erzbischof Rainer Maria Woelki ausgerufene pastorale Zukunftsweg sei noch schleierhaft, sagte Kurzbach in Anwesenheit des Kardinals. Er warf dem Generalvikariat vor, angesichts des Priestermangels nur die bisherigen Strukturen abzusichern.

Notwendig sei es aber, Laien die Leitung von Gemeinden anzuvertrauen. Auch forderte er Schritte, das Priesteramt für verheiratete Familienväter zu öffnen.

Streit um Kommunionsregeln

Kritik übten die Laien auch am Streit der Bischöfe zum Kommunionsempfang. Die von der Mehrheit der Bischöfe beschlossene aber von Woelki strikt abgelehnte Handreichung, wonach evangelische Ehepartner im Einzelfall die Kommunion empfangen können sollen, haben man lange gewartet.

Woelki blieb bei seiner Haltung: "Pastoral begründete Ausnahmeregelungen dürfen nicht als neue Normen festgeschrieben werden", sagte der Kardinal.

Stand: 03.06.2018, 12:46