Experten testen nachts Kölner U-Bahn-Tunnel

KVB inspiziert U-Bahn-Tunnel

Experten testen nachts Kölner U-Bahn-Tunnel

  • Prüfer sorgen für Sicherheit in U-Bahn-Tunnel
  • Laserscanner macht Bilder der Tunnelwände
  • Noch keine gravierenden Mängel entdeckt

Wenn die U-Bahnen in Köln nachts nicht fahren beginnt der Dienst der so genannten Bauwerksprüfer der Stadt Köln. Sie untersuchen, ob die Tunnel etwa Risse oder feuchte Stellen haben. Dafür haben sie nachts zwei Stunden Zeit.

Wärmebilder suchen nach feuchten Stellen

Mit einem großen Laserscanner vermessen die Prüfer die Tunnel, um sie später am Schreibtisch noch einmal zu kontrollieren. Der Laser dreht sich, während er durch den Tunnel fährt. Scheibchen für Scheibchen macht er Wärmebilder und Fotos vom Tunnel.

KVB Neumarkt

Bevor die Bahnen wieder fahren, müssen die Prüfer fertig sein

Mit einem Hammer klopfen die Prüfer die Wände ab, schauen nach, ob das Material vielleicht abbröckelt. Auch hören sie genau hin, denn hinter den Wänden könnte sich ein Hohlraum verbergen. Jeder Riss wird dokumentiert, um ihn auszubessern.

Prüfer ärgern sich über viele Graffitis

Sorgen machen den Prüfern nach eigenen Angaben die Graffitis. "Dieses Schild dient dazu den Fluchtweg zu markieren, und der ist einfach zugesprüht worden. Und das ärgert mich schon. Wir geben das direkt weiter, dass hier ein neues Schild hinkommt", sagt Bauwerksprüfer Andreas Bolga.

Im Schnitt alle drei Tage sind die Tunnel-Experten für die KVB bei solch einer Außenprüfung in den Tunneln. Und ob mit oder ohne High-Tech, gravierende Probleme haben sie bislang noch nie gefunden. Sechs Jahre brauchen sie für alle Kölner Tunnel, danach beginnen sie wieder von vorne.

Stand: 03.01.2019, 13:58

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