"Schalömchen Köln": Zeichen gegen Antisemitismus

"Schalömchen Köln" - KVB setzt mit Bahn Zeichen gegen Antisemitismus

"Schalömchen Köln": Zeichen gegen Antisemitismus

Mit einer speziell gestalteten Bahn setzen die Stadt Köln, die Synagogen-Gemeinde und die Verkehrs-Betriebe ein Zeichen für Demokratie und gegen Antisemitismus.

"Die Bahn ist ein klares Bekenntnis zu unseren jüdischen Kölnerinnen und Kölnern“, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker. „Und sie ist ein Bekenntnis zu unserem jüdischen Erbe. Diese Bahn macht deutlich: Köln ist ohne seine 1700 Jahre alte jüdische Gemeinde undenkbar.“

Die Stadt Köln, die Synagogen-Gemeinde und die Kölner Verkehrs-Betriebe stellten die Niederflur-Bahn am Mittwoch auf dem Neumarkt vor. Ihre Gestaltung weist bereits auf das Festjahr "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ hin, das 2021 bundesweit begangen wird. Die Bahn wird in den nächsten zwei Jahren auf den Stadtbahn-Linien 1, 7, 9, 12 und 15 unterwegs sein.

Die Kölner jüdische Gemeinde ist die älteste in Deutschland

Der älteste schriftliche Beleg über jüdisches Leben im heutigen Deutschland stammt aus dem antiken Köln: Es ist ein Dekret Kaiser Konstantins aus dem Jahr 321 an den Rat der Stadt Köln. Es folgten Jahrhunderte mit einer sehr wechselvollen Geschichte für die jüdische Bevölkerung in Köln: es gab Epochen blühenden Lebens und Zeiten liberaler Gesetzgebung mit rechtlicher Gleichstellung der Juden, aber auch wachsenden Antisemitismus bis hin zu Diskriminierung, Verfolgung und schließlich dem Völkermord unter der Nazi-Diktatur.

Stand: 21.10.2020, 14:34