Kreis nimmt Kaarster Paar 18 Hunde ab

Auf diesem Grundstück werden 18 Kuvasz nicht artgerecht gehalten

Kreis nimmt Kaarster Paar 18 Hunde ab

Von Raphael Boch

  • 18 Hütehunde kommen ins Tierheim
  • Vorwurf: "Keine artgerechte Haltung"
  • Ein Tier tot aus Kühltruhe geborgen

Die Frist für ein Hundebesitzer-Ehepaar in Kaarst ist abgelaufen. Der Rhein-Kreis Neuss hat ihnen am Montagmorgen (19.08.2019) 18 Hütehunde weggenommen. Ein Tier bargen die Ermittler tot aus einer Kühltruhe.

Die Behörden hatten die Besitzer aufgefordert, die großen weißen Hütehunde von ihrem Privatgrundstück zu entfernen, da dort eine artgerechte Haltung so nicht möglich sei. Hintergrund waren massive Beschwerden von Anwohnern bei der Stadt Kaarst und dem Rhein-Kreis Neuss.

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Veterinäramt und Polizei im Einsatz

Laut einem Kreissprecher waren insgesamt zehn Mitarbeiter des Veterinär- und Ordnungsamts am Montagmorgen vor Ort, unterstützt durch sechs Polizisten. Da der Halter die Beamten zunächst nicht reinlassen wollte, mussten sie sich Zutritt verschaffen. 18 Hunde wurden in ein Tierheim gebracht.

Ein Tier tot aufgefunden

Die Einsatzkräfte vor Ort fanden einen Hund auf, der bereits gestorben war. Besonders prekär: Das Tier wurde in der Tiefkühltruhe aufbewahrt. Der Kreis geht derzeit davon aus, dass der Hund an einer natürlichen Ursache gestorben ist. Nach den neuen Erkenntnissen wird jetzt auch die grundsätzliche Eignung des Paares zur Hundehaltung untersucht. Die Ermittlungen dauern derzeit aber noch an.

Kreis nimmt Kaarster Paar 18 Hunde ab 03:09 Min. Verfügbar bis 20.08.2020

Viele Proteste von Anwohnern

Nachbarn beschwerten sich immer wieder über das Gebell der 18 Kuvasz, die Tag und Nacht angeschlagen hätten. Außerdem rieche es nach Exkrementen. Einige Anwohner klagen zudem nach eigenen Angaben über Bluthochdruck und nervöses Zittern wegen des Dauer-Gebells.

Keine artgerechte Haltung möglich

Das Veterinäramt war zu dem Schluss gekommen, dass die Hunde auf dem Privatgelände nicht artgerecht gehalten werden können und hatte angekündigt, dem Ehepaar die Kuvasz wegzunehmen, sollten sie nicht woanders untergebracht werden. Dem kamen die Halter laut Kreis aber bis zuletzt nicht nach.

Stand: 19.08.2019, 13:59