Tausende Post-Mitarbeiter müssen in Kurzarbeit

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Tausende Post-Mitarbeiter müssen in Kurzarbeit

Von Christian Avital

  • Deutsche Post schickt tausende Mitarbeiter in Kurzarbeit
  • Gewerkschaft fordert höhere Gelder für Betroffene
  • Unternehmen plant Neuanstellungen in der Paketzustellung

Beim Bonner Post-Konzern müssen offenbar tausende Mitarbeiter in Kurzarbeit. Post-Chef Appel sagte, man wolle für die rund 185.000 eigenen Mitarbeiter keine Staatshilfen beantragen.

ver.di fordert Aufstockung des Kurzarbeitergelds

Betroffen seien Mitarbeiter, die in Lagern für die Automobilindustrie arbeiten, sagte Postchef Appel in Bonn. Konkrete Zahlen wollte er nicht nennen. Man wolle so viele Mitarbeiter wie möglich im Unternehmen halten, so Appel weiter.

Laut Gewerkschaft ver.di weigert sich die Post bislang, das Kurzarbeitergeld für die betroffenen Mitarbeiter aufzustocken. Sie spricht von 4.000 Beschäftigten bei Tochterunternehmen, die die Regelung treffen könnte. Das Bonner Unternehmen verwies darauf, dass man mit den Betriebsräten im Gespräch sei.

Paketlieferungen boomen wegen Corona-Krise

Insgesamt sei die Post gut aufgestellt. Gerade der Paketbereich DHL verzeichnet im Moment Umsätze wie sonst nur kurz vor Weihnachten. Denn viele Menschen, die die Zeit gerade zu Hause verbringen müssen, bestellen aktuell verstärkt Sachen im Internet. Postchef Appel kündigte an, deshalb Mitarbeiter aus anderen Unternehmensbereichen im Paketdienst einzusetzen.

Auch Neueinstellungen soll es geben. Ob das den von der Kurzarbeit betroffenen Mitarbeitern zugute kommt, dazu machte die Post keine Angaben.

Stand: 08.04.2020, 11:40