Kölner Polizei verteidigt Warnung vor Kurden-Demo

Demonstranten laufen die Straße entlang.

Kölner Polizei verteidigt Warnung vor Kurden-Demo

  • Polizei steht zu Warnung
  • Gewaltbereite nicht angereist
  • Polizeipräsident unter Druck

Die Kölner Polizei hält ihr Vorgehen nach der friedlich verlaufenen Kurden-Demonstration am Samstag weiterhin für "absolut gerechtfertigt". Große Gruppen gewaltbereiter Teilnehmer seien nach den Warnungen der Polizei von Freitag wider Erwarten nicht nach Köln gekommen, so der Kölner Polizeipräsident Uwe Jacob am Montag (21.10.2019). Das habe der Austausch mit anderen Sicherheitsbehörden gezeigt.

Gefahr durch gewaltbereite Gruppen

Am Abend vor der Demonstration mit rund 10.000 Teilnehmern, darunter vielen Kurden, hatte die Kölner Polizei vor Tausenden gewaltbereiten Personen gewarnt, die bewusst provozieren wollten. Außerdem behielt sich die Behörde bis zur letzten Minute vor, die Demo noch kurzfristig zu verbieten.

Bei der Demonstration, zu der am Samstag deutlich weniger Teilnehmer angereist waren als erwartet, war die Polizei mit einem Großaufgebot aus Hundertschaften, Spezialkräften und Wasserwerfern im Einsatz. Zu größeren Ausschreitungen war es nicht gekommen.

Reul stärkt Kölner Polizei den Rücken

Aus der Opposition kam Kritik zum Vorgehen der Polizei: Das Demonstrationsrecht sei ein hohes Gut, sagte die Landtagsabgeordnete Berivan Aymaz (Grüne) dem WDR. Sie forderte eine Erklärung des Polizeipräsidenten im Innenausschuss des Landtags. Es müsse geklärt werden, woher die zugrunde liegenden Informationen kamen.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) stärkte indes der Kölner Polizei den Rücken. Sie sei auf alle Eventualitäten gut vorbereitet gewesen. "Vielleicht war es genau diese Vorbereitung, die eine Eskalation der Proteste verhindert hat", betonte Reul.

Klar ist aus seiner Sicht: "Bei solch einer angespannten Lage wie am Wochenende in Köln ist es wichtig, schnell und flexibel reagieren zu können. Und manchmal hilft viel eben doch viel.

Stand: 21.10.2019, 12:53

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