Düsseldorfer Tunnel als Kunst-Stätte

Ein Austellungsraum des KIT (Kunst im Tunnel) Düsseldorf

Düsseldorfer Tunnel als Kunst-Stätte

  • Verborgener Ort in Düsseldorf
  • Museum "Kunst im Tunnel"
  • Subkultur unter der Erde

Verborgene Orte haben eine besondere Magie. Ein versteckter Raum im Düsseldorfer Rheinufertunnel inspiriert junge Künstler.

Kunst im Tunnel Düsseldorf

Seit 2007 hat die "Kunst im Tunnel" geöffnet.

Mit dem Rheinufertunnel gönnte sich Düsseldorf vor 25 Jahren ein Jahrhundertbauwerk. Das Tieferlegen der Hauptverkehrsachse zwischen Altstadt und Rhein bescherte den Düsseldorfern nicht nur eine Promenade, sondern auch einen verborgenen Raum. Studenten der Kunstakademie entdeckten den Tunnelrestraum sofort für sich, aber erst Jahre später wurde er offiziell zum KIT (Kunst im Tunnel) ausgebaut.

Kunst vom Verkehr umgeben

Erstaunlich, denn 62 000 Autos täglich umfahren den Raum. KIT-Leiterin Gertrud Peters erinnnert sich an den ehemaligen Notausgang: "Als ich das erste Mal hier unten war, war die Tür noch da. Ich habe sie geöffnet und die Autos rasten direkt an mir vorbei." Der Raum war über schmale Stiegen durch zwei Luken zu erreichen.

Akademie-Studenten hatten den unterirdischen Ausstellungsraum sofort nach der Tunneleröffnung 1993 für die Subkultur erobert, aber nach dem Flughafenbrand wurde er aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Offizielle Museumseröffnung 2007

Kunst im Tunnel Düsseldorf

Aktuell sieht man die Ausstellung von Natalie Häusler.

Erst 2007 wurde der Betonzwickel offiziell zum kleinen Museum. Niklaus Fritschi, der bereits die obere Tunneldecke mit der Rheinuferpromenade gestaltet hatte, entwarf den Eingang nebst Cafe-Pavillon. Der Architekt war von dem 140 Meter langen Raum von Anfang an fasziniert: „Diese Form! Nichts ist gerade, die Wände sind schief, der Boden abschüssig.“ Die Deckenhöhe reicht von 45 Zentimeter bis 5,80 Meter. Für Ausstellungsmacher stellt das eine Herausforderung dar.

Aktuelle Ausstellung

Etwa viermal im Jahr können junge Künstler hier ihre Werke zeigen. Noch bis 23. September ist die Einzelausstellung „Honey“ von Natalie Häusler zu sehen. Eintritt 4 €. Geöffnet täglich von dienstags bis sonntags von 11 – 18 Uhr. KIT, Mannesmannufer 1b.

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