Künstliche Intelligenz sicher machen – neue KI-Zertifizierung aus dem Rheinland

Der Finger eines Roboters beruehrt einen menschlichen Finger.

Künstliche Intelligenz sicher machen – neue KI-Zertifizierung aus dem Rheinland

Von Jörg Sauerwein

Wie können Systeme der Künstlichen Intelligenz sicher und vertrauenswürdig eingesetzt und genutzt werden?

Dafür soll eine neue KI-Zertifizierung "made in Germany" sorgen, die das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme, den Universitäten Bonn und Köln, der RWTH Aachen und Partnern aus der Wirtschaft entwickeln will. Gefördert wird die Kooperation vom Land NRW.

Unsichere KI-Systeme sehr riskant

Künstliche Intelligenz spielt eine immer größere Rolle in ganz unterschiedlichen Bereichen. Aber es drohen unter anderem auch große wirtschaftliche Schäden, zum Beispiel wenn unsichere Systeme eingesetzt werden, heißt es vom Fraunhofer-Institut.

Um das zu verhindern, wollen die Experten jetzt eine neue KI-Zertifizierung entwickeln. Die soll für Vertrauen bei den Anwendern und für mehr Sicherheit sorgen.

Land NRW sieht Chancen für Wirtschaft

Die einheitlichen Standards könnten zu einem Exportschlager auch in Europa und weltweit werden, hofft NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart. In den kommenden fünf Jahren fördert das Land die neue Kooperation mit insgesamt zehn Millionen Euro.

Forscher aus Bonn, Köln und Aachen sollen an der Entwicklung gemeinsam mit großen Unternehmen aus Branchen wie Telekommunikation, Banken, Chemie oder Handel zusammenarbeiten.

Künstliche Intelligenz zentral für Digitalisierung

Die Künstliche Intelligenz sei eine zentrale Technologie für die Digitalisierung, sagte BSI-Präsident Arne Schönbohm. Deshalb sei es wichtig die Chancen zu sichern, aber auch die Risiken zu minimieren.

Künstliche Intelligenz – Chance oder Risiko? Planet Wissen 04.11.2020 58:53 Min. Verfügbar bis 04.11.2025 SWR

Stand: 24.11.2020, 13:08