Duisburg: Eltern schicken offenen Brief an Schulministerin

Schülerinnen und Schüler sitzen mit einem Mund-Nasen-Schutz in einem Klassenraum

Duisburg: Eltern schicken offenen Brief an Schulministerin

Der zweite Lockdown in der Corona-Krise ist auch in Duisburg gestartet. Schulen bleiben allerdings unter strengen Abstands- und Hygieneregeln geöffnet, trotz steigender Fallzahlen.

In Duisburg sind es aktuell 134 Fälle an weiterführenden Schulen und Grundschulen. Viele Eltern sehen den Schulbetrieb kritisch, fordern strengere Auflagen.

Elternschaft: "Unterricht wie bisher ist Zumutung"

Die Elternschaft Duisburger Schulen hat sich jetzt mit einem Brief an Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) gewandt. Die Eltern fordern vor allem kleinere Lerngruppen. Außerdem haben sie kein Verständnis dafür, dass ihre Kinder in der Freizeit Kontakte meiden, auf dem Schulweg und im Klassenraum aber eng zusammen sitzen.

"Angesichts einer Inzidenzzahl von knapp 250 ist es eine Zumutung für alle am Schulalltag Beteiligten, den Unterricht 'nach Stundentafel' zu absolvieren – zumal es eine deutliche Empfehlung des RKI gibt, die Klassenstärken ab einem Wert von 50 zu reduzieren", heißt es in dem Brief.

Distanzunterricht an zehn Duisburger Schulen

Die Elternschaft fordert einen geregelten Schichtbetrieb für den Unterricht und eine Empfehlung zur Reduzierung der Klassenstärken seitens der Schulministerin. Auch Zuschüsse für FFP2-Masken seinen eine mögliche Unterstützung für einen verbesserten Schulalltag.

Laut Bezirksregierung müssen Schulen der Schulaufsicht melden, wenn Distanzunterricht eingerichtet wird. Aktuell werde an zehn Duisburger Schulen und acht Schulen im Kreis Wesel einzelnen Klassen beziehungsweise Schülergruppen Distanzunterricht erteilt, so eine Sprecherin der Bezirksregierung.

Stand: 02.11.2020, 16:14