Missbrauchsgutachten: Kritik am Kölner Kardinal Woelki

Symbolbild: Sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche

Missbrauchsgutachten: Kritik am Kölner Kardinal Woelki

Von Frank Piotrowski

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend hat dem Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki beschämendes Verhalten vorgeworfen. Der Vorwurf bezieht sich auf das Missbrauchs-Gutachten der Kirche.

Der Vorwurf: Es sei rücksichtslos gegenüber den Betroffenen, das Gutachten der Münchner Anwaltskanzlei zum sexuellem Missbrauch zurückzuhalten.

Das Erzbistum behauptet, dass das Gutachten fehlerhaft sei. Das Aachener Bistum hat am Donnerstag ein Gutachten derselben Kanzlei zu sexuellem Missbrauch veröffentlicht.

Protest: Sprecher des Betroffenen-Beirats tritt zurück

Unterdessen hat der Beschluss des Erzbistums Köln, die Untersuchung zum Umgang mit sexuellem Missbrauch nicht zu veröffentlichen, weitere Auswirkungen. Ein Sprecher des Beirats für Betroffene am Erzbistum Köln, Karl Haucke, ist von seinem Amt zurückgetreten und wird den Beirat verlassen. Das berichtet das ARD-Magazin MONITOR in seiner Sendung am Donnerstag (21:45 im Ersten).

Vergangene Woche war bereits der andere Beiratssprecher von dieser Funktion zurückgetreten. Er wird jedoch dem Beirat weiter angehören.

Stand: 12.11.2020, 17:17