Niederländische Firma investiert in Kölner Krematorium

Krematorium Köln

Niederländische Firma investiert in Kölner Krematorium

Von Jens Gleisberg

Das Krematorium auf dem Westfriedhof in Köln wurde auf den technisch neuesten Stand gebracht. Betreiber ist eine niederländische Firma. Das Krematorium war wegen Skandalen in den Schlagzeilen - auch weil Urnen vertauscht worden waren.

Das Kölner Krematorium musste dringend saniert werden. Das zentral auf dem Kölner Westfriedhof gelegene Gebäude im Bauhaus-Stil aus dem Jahr 1937 war zuletzt ziemlich heruntergekommen. Lediglich die Öfen waren laut Betreiber intakt.

Neuer Betreiber investierte in maroden Betrieb

Das äußere Erscheinungsbild aber und die komplette Elektronik mussten ersetzt werden. Rund 1,6 Millionen Euro hatte der niederländische Betreiber des Krematoriums dafür eingeplant. Seit einem Jahr ist das Unternehmen am Westfriedhof mit den Einäscherungen betraut.

Krematorium stand im Mittelpunkt von Skandalen

Die Stadt hatte einen privaten Betreiber gesucht, nachdem die Zahl der Einäscherungen deutlich gesunken war. Ein Grund dafür waren mehrere Skandale, die den Ruf des städtischen Betriebes erschüttert hatten. Unter anderem wurden Urnen vertauscht und ein Verstorbener versehentlich zur Einäscherung freigegeben. Dies soll durch verbesserte Abläufe zukünftig vermieden werden.

Im vorletzten Jahr wurden 4000 Menschen im Krematorium auf dem Westfriedhof eingeäschert. Da hatte die Stadt Köln das Unternehmen noch geführt. Aus 2019, als die jetzige niederländische Firma den Betrieb übernahm, liegen noch keine Zahlen vor. Das Kölner Krematorium ist eine von 160 Feuerbestattungsanlagen in Deutschland.

Stand: 11.08.2020, 18:47

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