Krefelder Schülerin stirbt an Tuberkulose

Das Bild zeigt das Röntgenbild einer Lunge.

Krefelder Schülerin stirbt an Tuberkulose

In Krefeld ist eine Schülerin an Tuberkulose gestorben. In Deutschland tritt die Infektionskrankheit nur noch selten auf.

Die Stadt Krefeld hat mitgeteilt, dass eine 17-jährige Schülerin an den Folgen einer Tuberkulose-Infektion gestorben ist. Sie sei zuvor schon länger krank gewesen. Die Kontaktpersonen des Mädchens, darunter 50 Mitschüler und Lehrer, wurden ermittelt. Sie müssen sich einem Bluttest und als Erwachsene zusätzlich einer Röntgenaufnahme der Lunge unterziehen.

Oktober 2020: Letzter Tuberkulose-Fall in NRW

Die Ansteckung mit der bakteriellen Infektion erfolgt in der Regel über eine Tröpfchen-Infektion der Lunge. Bei den meisten Infizierten bricht die Krankheit gar nicht erst aus, weil das Immunsystem die Erreger erfolgreich bekämpft.

Der letzte Fall von Tuberkulose in NRW ist im Oktober 2020 in Mönchengladbach aufgetreten. Die Hans-Jonas-Gesamtschule in Neuwerk war damals betroffen. Ob es sich bei dem Erkrankten um einen Schüler oder einen Lehrer handelte, wollte die Stadtverwaltung damals nicht preisgeben.

Nur wenig Tuberkulose-Todesfälle in Deutschland

Mit dem Einsatz von verschiedenen Medikamenten ist die Krankheit heilbar. Unbehandelt kann die Krankheit tödlich verlaufen.

In Deutschland gab es 2019 nach Angaben des Robert Koch-Instituts 129 Tuberkulose-Todesfälle. Rund 85 Prozent aller Tuberkulose-Fälle treten in Afrika, Südostasien und der westlichen Pazifikregion auf.

Stand: 05.03.2021, 18:12

Weitere Themen