Raubmord in Krefeld: Nachbar ist mutmaßlicher Täter

Gerd Hoppmann, Leiter der Krefelder Mordkommission

Raubmord in Krefeld: Nachbar ist mutmaßlicher Täter

  • Raubmord in Krefeld an Rentner
  • Polizei nimmt 60 Jahre alten Nachbar fest
  • Anklage wegen Totschlags

Nach der Tötung eines gehbehinderten Rentners in dessen Krefelder Wohnung hat die Polizei nun einen Verdächtigen gefasst. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um den 60 Jahre alten Nachbar und Bekannten des Opfers, teilten die Ermittler am Freitag (15.03.2019) mit.

Der 69-jährige Rentner war am Dienstag (12.03.2019) von Nachbarn tot in seiner Wohnung gefunden worden. Vor Ort stießen die Ermittler auf Spuren eines Kampfes. Der Mann hatte Schnittwunden an Kopf und Händen. Sein Rollator lag umgestürzt neben seiner Leiche. Eine Mordkommission hatte daraufhin die Ermittlungen aufgenommen.

Streit ums Geld

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00:35 Min. Verfügbar bis 12.03.2020

Der 60-jährige Nachbar des Opfers war den Ermittlern bei den Vernehmungen aufgefallen, da er eine Wunde an der Hand hatte. Er gestand daraufhin, dass er bereits im Dezember 2018 Streit mit dem Opfer gehabt habe. Damals sei es um Geld gegangen. Zudem räumte er ein, das Opfer am Dienstag besucht zu haben, um den Streit zu schlichten. Doch bereits an der Tür sei es dann wieder zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen den beiden gekommen, woraufhin er den 69-Jährigen geschubst habe. Nach Angaben der Polizei habe der mutmaßliche Täter dann zu einem herumliegenden Messer gegriffen und auf das Opfer eingestochen.

Spuren deuten auf Raubmord hin

Der 60-Jährige bestreitet allerdings, die 600 Euro entwendet zu haben, die aus der Wohnung des Opfers verschwunden sind. Laut Polizei hatte der Senior kurz vor seinem Tod 600 Euro von seinem Konto abgehoben. Ermittelt wird nun gegen den Nachbarn des Opfers wegen Totschlags.

Stand: 15.03.2019, 15:37

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