Lösung für Krefeld Pinguine vertagt

Die Spieler der Krefeld Pinguine stehen enttäuscht auf dem Eis

Lösung für Krefeld Pinguine vertagt

Von Peter Hild

  • Gesellschafterversammlung ohne Ergebnis
  • Alle Seiten wollen "einvernehmliche Lösung"
  • Nächstes Treffen kommende Woche

Die Gesellschafterversammlung beim finanziell angeschlagenen Eishockey-Traditionsklub Krefeld Pinguine hat am Dienstagabend (19.11.2019) kein Ergebnis gebracht. Bis kommende Woche betonten alle Seiten jedoch, eine "einvernehmliche Lösung" finden zu wollen. "Es waren intensive, gute Gespräche", erklärte Pinguine-Geschäftsführer Matthias Roos dem WDR.

Der umstrittene russische Hauptgesellschafter Mikhail Ponomarev ließ sich durch einen Anwalt vertreten. Dieser äußerte sich nach der Versammlung zuversichtlich. Keiner der Beteiligten wollte sich jedoch dazu äußern, wie eine Lösung für eine Zukunft des Klubs konkret aussehen kann.

Verein will neue Gesellschafterstruktur

Die Pinguine wollen ihre Gesellschafterstruktur umbauen. Ziel sei es, ohne Ponomarev weitermachen zu können, der seit Monaten zugesagte Gelder nicht überwiesen haben soll, was dieser bestreitet. Nach WDR-Informationen sollen in der Vereinskasse bis zu einer Million Euro fehlen.

Die Frage ist, ob und zu welchen Bedingungen der russische Investor seine GmbH-Anteile von 46 Prozent verkaufen will. Laut Pinguine-Geschäftsführer Matthias Roos gibt es "Interessenten in Krefeld", die bereit sind, die Anteile eines oder beider Hauptgesellschafter zu übernehmen.

Bringt Erhöhung des Stammkapitals die Lösung?

Eine mögliche Lösung könnte die Verdoppelung des Stammkapitals des Klubs sein. Laut Roos sei ein bisher nicht namentlich genannter Investor bereit, 750.000 Euro zu investieren. Damit könnte dieser 50 Prozent an der GmbH übernehmen.

Das Logo der Krefeld Pinguine

Der Traditionsklub kämpft gegen die Insolvenz

Die Anteile der bisherigen beiden Hauptgesellschafter, Ponomarev und Wolfgang Schulz, der seine Anteile abgeben möchte, würden sich entsprechend verringern. Ein möglicher Einstieg des Krefelder Unternehmers Gerald Wagener ist als Option vom Tisch. Er wollte die Anteile beider Gesellschafter übernehmen, konnte mit Ponomarev aber keine Einigung erzielen.

Neuer Geldgeber würde Spielbetrieb sichern

Sollte der unbekannte Investor in eine neue Gesellschafterstruktur eingebunden werden können, wäre zumindest der Spielbetrieb für die laufenden Saison vorerst gesichert. Am Donnerstag in einer Woche (28.11.2019) will die Gesellschafterversammlung erneut tagen und, wenn möglich, ein einvernehmliches Ergebnis präsentieren.

Stand: 19.11.2019, 22:00