Maskenpflicht im Unterricht: Krefeld scheitert mit Vorstoß erneut

Eine Maske auf einem Lehrerpult. Die Landesregierung hat erneut einen Antrag der Stadt Krefeld zur Maskenpflicht in Schulen abgelehnt.

Maskenpflicht im Unterricht: Krefeld scheitert mit Vorstoß erneut

Die Stadt Krefeld hatte auf eine Maskenpflicht für Schüler an ihrem Sitzplatz im Klassenraum gepocht, zuletzt in einer modifizierten Version. Das Land NRW lehnt das ab - erneut.

Die Stadt Krefeld ist mit ihrer "dringenden Bitte" um eine Maskenpflicht im Schulunterricht beim NRW-Gesundheitsministerium auch im zweiten Anlauf gescheitert. Dieses Mal sollte eine Maskenpflicht am Sitzplatz in Grundschulen und der 5. und 6. Klasse festgeschrieben werden.

Die Stadt begründet ihren Vorstoß damit, dass die Corona-Fälle in der Altersgruppe bis zwölf Jahre gehäuft auftreten und genau dort kein Impfschutz vorliege. Auch die räumliche Enge in den Schulräumen sei potenziell infektionsgefährdend. Zusätzlich komme noch hinzu, dass das Lüften im Winter aufgrund der niedrigen Temperaturen schwieriger möglich sei.

Gesundheitsminister lehnte schon ersten Vorstoß ab

Das Land rückt allerdings nicht von seinem Kurs ab. Es gebe keinen vom Landestrend abweichendes Infektionsgeschehen. Somit gilt das Landesrecht und damit die Abschaffung der Maskenpflicht am Sitzplatz in Schulen.

Krefelds Stadtdirektor Markus Schön kritisiert die Entscheidung scharf: "Die Landesregierung hält nach eigener Aussage an vor Wochen und Monaten getroffenen Entscheidungen fest, die angesichts der hohen Infektionszahlen nicht mehr nachvollziehbar sind. Die Zeit zu handeln wurde wieder einmal verpasst." Im Moment sei in Krefeld jeder fünfte Infizierte unter 13 Jahre alt.

Schon Ende Oktober, kurz vor dem Ende der Maskenpflicht am Sitzplatz zum 1. November, hatte die Stadt Krefeld solch einen Antrag gestellt. "Das Ministerium wird ganz klar entscheiden, dass das nicht okay ist", hatte NRW-Gesundheitsminister Laumann damals gesagt.

Stand: 18.11.2021, 15:08