Eine Schülerin sitzt mit Mund-Nase-Schutz in einem Klassenzimmer.

Stadt Krefeld will Maskenpflicht an Schulen erneut beantragen

Stand: 17.11.2021, 12:45 Uhr

Nach dem abgelehnten Antrag Ende Oktober hat die Stadt Krefeld die Maskenpflicht an Schulen erneut beim Gesundheitsministerium beantragt – diesmal für Schüler der ersten bis sechsten Klassen.

Der Stadt Krefeld reichen die Corona-Maßnahmen des Landes NRW schon seit Monaten nicht aus. So wehrte sich Krefeld gegen das Ende der Maskenpflicht am Sitzplatz. Ohne Erfolg: Seit dem 1. November gilt die Maskenpflicht nicht mehr, die Landesregierung hat sie in den NRW-Schulen aufgehoben.

Ein Krefelder Schulgipfel hatte zunächst entschieden, die Maskenpflicht in Schulen fortführen zu wollen und auf das nötige Einverständnis des NRW-Gesundheitsministeriums gehofft. Das lehnte Karl-Josef Laumann (CDU) allerdings ab: "Damit gilt Landesrecht auch in Krefeld", so der Minister. Krefeld musste sich dem Willen des Landes beugen.

"Aktuelle Maßnahmen sind nicht ausreichend"

Doch Krefeld scheut keinen Konflikt mit der Landesregierung und dem Gesundheitsminister. Am Mittwoch bestätigte die Stadt dem WDR, dass sie erneut die Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler am Sitzplatz beantragt habe – diesmal aber nur nur für Grundschüler und Schüler bis zur sechsten Klasse.

"Die aktuellen Maßnahmen, wie Lüften, Abstand und regelmäßige Tests sind nicht ausreichend", sagt Stadtdirektor Markus Schön. Quarantäne für ganze Klassen werde bei den aktuellen Fallzahlen eher noch zunehmen. "Ich verstehe nicht, warum die Landesregierung die Maskenpflicht von sich aus nicht endlich mal wieder einführt", so Schön. Der Präsenzunterricht könne so nicht aufrechterhalten werden.

Eine Reaktion der NRW-Landesregierung zum neuen Vorstoß aus dem Krefelder Rathaus gibt es bisher nicht. Im Moment ist jeder fünfte Corona-Infizierte in Krefeld unter 13 Jahren alt.

Krefeld will schon lange schärfere Regeln

Schon im April dieses Jahres hatte sich Oberbürgermeister Meyer für strengere Maßnahmen entschieden, als bis dahin bundesweit vorgesehen waren. In einem offenen Brief hatte Meyer Ausgangsbeschränkungen und eine Ausweitung der Maskenpflicht verkündet, sowie das Shoppen mit negativem Test wieder untersagt. Der strenge Krefelder Weg war dann von der bundesweit einheitlichen Notbremse abgelöst worden.