Krefelder Grotenburg kann saniert werden

Luftbild eines Fußball-Stadions, zwei überdachte Tribünen, eine offene und vier rote Flutlichtmasten

Krefelder Grotenburg kann saniert werden

Von Alexander Schwinning

  • Studie: Spielbetrieb in der 2. und 3. Liga möglich
  • KFC Uerdingen könnte sich an Sanierungs-Kosten beteiligen
  • Verein spielt derzeit im Stadion des MSV Duisburg

Auf diese Nachricht dürften alle Fans des KFC Uerdingen gewartet haben: Nach WDR Informationen kommt die Machbarkeitsstudie eines Frankfurter Architekturbüros zu dem Schluss, dass das Krefelder Grotenburg-Stadion saniert werden kann. Derzeit erfüllt das Stadion nicht alle Auflagen des Deutschen Fußball-Bundes für die 3. Liga, so dass der KFC Uerdingen seine Heimspiele in der Arena des MSV Duisburg austragen muss.

Schnelle Rückkehr ins eigene Stadion möglich

Zu den größten Problemen in Krefeld gehören die Trennung der Heim- und Gästefans, Mängel bei der Elektrik und die fehlende Rasenheizung. Probleme, die laut Studie offenbar beseitigt werden können, so dass der KFC unter Umständen schon in der nächsten Saison wieder im eigenen Stadion spielen könnte.

Höhere Anforderungen für 2. Liga

Der KFC peilt zur Zeit einen Durchmarsch in die 2. Bundesliga an. Ein Umbau für Liga 2 sei weitaus schwieriger, da die Anforderungen an die Spielstätten höher sind. Das könnte die Sanierung verzögern.

Sanierungsstau wegen sportlicher Talfahrt        

Uerdinger Fans im Grotenburg-Stadion.

Uerdinger Fans im Grotenburg-Stadion.

Über Jahrzehnte hat die Stadt Krefeld kaum Geld in die Grotenburg investiert, weil es sportlich lange bergab ging. In den 1980er Jahren gehörte Bayer Uerdingen – so der damalige Vereinsname - zu den besten Clubs Deutschlands und gewann 1985 sogar den DFB Pokal.

Stadionneubau unwahrscheinlich

In der nächsten Woche wollen sich Stadtverwaltung und der KFC Uerdingen als Hauptnutzer über die Details der Sanierung und die Finanzierung unterhalten. Ein Stadionneubau dürfte damit vom Tisch sein, da weder ein passendes Gelände vorhanden ist noch entsprechendes Baurecht existiert.

Stand: 17.10.2018, 16:00