Wildtiere im Zirkus: Stadt Krefeld will weiter dagegen vorgehen

Ein Zirkusdompteur arbeitet mit einem Löwen-Weibchen

Wildtiere im Zirkus: Stadt Krefeld will weiter dagegen vorgehen

  • Krefeld hat Auftrittstermin anderweitig vergeben
  • Stadt versucht, Wildtiere im Zirkus zu verhinden
  • Gericht: Wildtiere im Zirkus erlaubt

Die Stadt Krefeld versucht weiter, einen Auftritt des Zirkus "Charles Knie" zu verhindern. Sie will gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Beschwerde einlegen. Der beantragte Auftrittstermin auf dem Sprödentalplatz war inzwischen an den Zirkus "flic flac" vergeben worden, der auf Wildtiere verzichtet.

Die Verantwortlichen des Zirkus "Charles Knie" erwarten, dass sich die Stadt um eine neue Lösung bemüht, sagte ein Zirkussprecher dem WDR am Mittwoch (03.04.2019). Sollte die Stadt nicht dazu bereit sein, erwägt der Zirkus eine Schadenersatzklage.

Stadt darf Zirkus nicht mit Auftrittsverbot belegen

Das Düsseldorfer Verwaltungsgericht hatte am Dienstag (02.04.2019) im Eilverfahren entschieden, dass die Stadt Krefeld den Zirkus "Charles Knie" wegen seiner Wildtiere nicht mit einem Auftrittsverbot belegen darf. Ein solches Verbot verstoße gegen die Berufsfreiheit. Die Stadt Krefeld will dagegen Beschwerde einlegen.

Krefeld habe kein schlüssiges Konzept gehabt

Das Tierschutzgesetz sehe ein Verbot des Zeigens von Wildtieren nicht vor. Das Gericht kritisierte außerdem, dass ein anderer Zirkus mit Wildtieren hätte auftreten dürfen und die Stadt Krefeld kein schlüssiges Konzept ihrer Entscheidung vorweisen könne.

Die Stadt hatte behauptet, dass vom Zirkus Gefahren ausgingen - konnten dies aber weder plausibel darlegen noch nachweisen. Die Stadt will jetzt beim Oberverwaltungsgericht in Münster eine neue Entscheidung erreichen.

Stand: 03.04.2019, 15:15

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