Krefelder "Fairkehr": Weniger verletzte Kinder

Kinder sind auf einer Straße mit dem Fahrrad unterwegs zur Schule

Krefelder "Fairkehr": Weniger verletzte Kinder

Von Benjamin Sartory

  • Kinderunfälle mehr als halbiert
  • Probleme beim Radfahren
  • Verkehrserziehung in Kitas

Im vergangenen Jahr wurden in Krefeld 73 Kinder im Straßenverkehr verletzt, teilte die Stadt Krefeld am Mittwoch (06.03.2019) mit. Zum Vergleich: Im Jahr 1999 waren es noch 169, also deutlich mehr als doppelt so viele.

Viertklässler können nicht Radfahren

Die meisten Kinder wurden vergangenes Jahr in Krefeld beim Radfahren verletzt. Nadine Habeck-Friese von der Verkehrswacht ist von dieser Entwicklung alarmiert: „Das Fahrrad ist ein Fremdkörper in vielen Familien geworden.“

Immer mehr Viertklässler könnten nicht sicher Radfahren. Auch das will die Initiative „Krefelder Fairkehr“ in den Griff bekommen. Daher macht sich die Verkehrswacht für eine geschützte Fläche in der Innenstadt stark, wo die Kinder ungefährdet üben können.

Kinder sollen zu Fuß zur Schule gehen

Durch bauliche Maßnahmen seien Unfallschwerpunkte entschärft worden, Verkehrserziehung gebe es nun sogar schon in Kitas. Zudem werben das Maskottchen „Freddy Fair“ und Videoclips in Social Media-Kanälen für sicheres Verhalten im Verkehr.

Freddy Fair: Das Maskottchen der Aktion "Krefelder Fairverkehr"

Das Maskottchen der Aktion "Krefelder Fairverkehr": Freddy Fair

Auch die Eltern werden gezielt angesprochen. Polizei und Verkehrswacht appellieren zum Beispiel, dass sie ihre Kinder zu Fuß zur Schule gehen lassen. Wer seine Zöglinge unbedingt mit dem Auto bringen muss, sollte eine sogenannte „Elternhaltestelle“ nutzen. Also eine Hol- und Bringzone, so wie es sie an immer mehr Schulen gibt.

Die Innitiative „Krefelder Fairkehr“ wurde vor 20 Jahren gegründet, weil es damals ungewöhnlich viele Verkehrsunfälle mit Kindern in der Stadt gab.

Stand: 06.03.2019, 13:40