Gänse-Safari für Menschen mit Sehbehinderung

Gänse-Safari für Menschen mit Sehbehinderung 02:38 Min. Verfügbar bis 28.01.2020

Gänse-Safari für Menschen mit Sehbehinderung

Von Marcus Böhm

  • NABU organisiert Safari für Sehbehinderte in Kranenburg
  • Teilnehmer können Gänsepräparate erfühlen
  • In freier Natur stehen die Geräusche der Tiere im Mittelpunkt

Die NABU-Naturschutzstation in Kranenburg organisiert regelmäßig fachkundig geführte Safaris zu den Arktischen Wildgänsen. Sie überwintern im Vogelschutzgebiet Unterer Niederrhein. "Damit möglichst viele Menschen dieses Naturereignis erleben können, bieten wir jetzt die Gänse-Exkursion für Menschen mit Sehbehinderung an", sagt Janine Parplies von der NABU-Naturschutzstation.

Es wird erfühlt und zugehört

Eine Frau ertastet das Federkleid einer ausgestopften Gans

Die Gäste erfühlen und erhören sich das Naturschauspiel

Für Menschen mit Sehbehinderung ist die Exkursion ein besonderes Naturerlebnis, weil der Fokus auf den Sinnen Tasten und Hören liegt. "Es werden Tastmodelle, wie Gänsepräparate, Federn oder Eier eingesetzt und verschiedene Vogelstimmen vorgeführt", sagt Janine Parplies vom NABU.

"Außerdem setzten die Exkursionsleiter auf eine detaillierte Beschreibung der Umgebung und übernehmen somit das Sehen für die Teilnehmer." Die Exkursion findet außerdem später statt als sonst. Am späten Nachmittag begeben sich die Gänse zu ihren Nachtquartieren. Bei der Ankunft entsteht eine spektakuläre Geräuschkulisse.

Mit einem Bus durch das Naturschutzgebiet

Teilnehmer der Exkursion stehen vor ihrem Bus

Die Teilnehmer fahren mit dem Bus durch das Naturschutzgebiet

In einem Bus werden die Interessierten vor allem durch die Düffel gefahren. Das ist für die Gänse ein wichtiges Naturschutzgebiet, in dem sie sich jetzt zu mehreren Zehntausenden aufhalten. "Der Bus ist für die Tiere keine Störung. Er wird von ihnen nicht als Gefahr wahrgenommen", so Janine Parplies.

Stand: 28.01.2019, 10:41