Kramp-Karrenbauer hält nichts von Urwahl

Kramp-Karrenbauer hält nichts von Urwahl

  • CDU-Bundesvorsitzende gegen eine Urwahl zur Kanzlerkandidatur
  • Kramp-Karrenbauer verweist auf Basisvotum in der SPD
  • Treffen in Kaarst

Die CDU-Bundesvorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat einer Urwahl des Kanzlerkandidaten ihrer Partei eine klare Absage erteilt. Die Junge Union hatte vorgeschlagen, die Parteimitglieder über einen Kanzlerkandidaten abstimmen zu lassen.

"Prozesse in der SPD anschauen"

"Ich halte von diesem Urwahl-Antrag nichts, und das hat nichts damit zu tun, dass es mich selbst betrifft", sagte Kramp-Karrenbauer auf einer CDU-Veranstaltung in Kaarst am Donnerstagabend (31.10.2019). "Wer meint, dass das gut ist, soll sich Prozesse in der SPD anschauen."

SPD hat sich Basisvotum gestellt

In der SPD hatten sich nach dem Rücktritt der Vorsitzenden Andreas Nahles mehrere Kandidaten-Paare um den Posten beworben. Sie haben sich bei einer langen Tour durch die Bundesrepublik den Mitgliedern vorgestellt. Die endgültige Entscheidung darüber, welches Duo die SPD führen soll, steht aber noch aus: Zwei Paare müssen sich einer Stichwahl stellen.

Stichwahl: Kommt einer der nächsten SPD-Chefs aus NRW?

WDR 5 Morgenecho - Interview 28.10.2019 05:25 Min. Verfügbar bis 27.10.2020 WDR 5

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CDU-Chefin mit einer sehr knappen Mehrheit

Kramp-Karrenbauer war auf dem letzten CDU-Parteitag als Nachfolgerin von Angela Merkel zur Parteivorsitzenden gewählt worden - mit einer sehr knappen Mehrheit vor Friedrich Merz.

NRW-Chef: Urwahl wäre "nicht repräsentativ"

Kramp-Karrenbauer steht mit ihrer ablehnenden Haltung zu einer möglichen Urwahl nicht allein in der Partei. Auch CDU-Ministerpräsident Armin Laschet hält ein solches Basisvotum für "nicht repräsentativ". Der Chef der NRW-CDU wird immer wieder als Kanzlerkandidat genannt, äußert sich aber nicht eindeutig dazu.

Stand: 01.11.2019, 10:25