Räumungsklage gegen Hausbesetzer in Kerpen-Manheim-alt abgewiesen

Ein Protestplakat von Aktivisten in Manheim

Räumungsklage gegen Hausbesetzer in Kerpen-Manheim-alt abgewiesen

  • Räumungsklage von Energieunternehmen RWE abgewiesen
  • Kohlegegner haben mehrere Häuser besetzt
  • Begründung: Namen der Besetzer seien nicht bekannt

Die Räumungsklage des Energiekonzerns RWE gegen die Besetzung von mehreren Häuser im alten Kerpen-Manheim ist am Montag (22.10.2018) vom Landgericht Köln abgewiesen worden. Braunkohlegegner hatten Mitte Oktober die Gebäude besetzt. Sie befinden sich in RWE-Besitz.

Die Aktivisten protestieren nach eigener Aussage gegen die Umsiedlung des Ortes. Die Häuser werden damit zunächst nicht geräumt. Begründung des Gerichts am Dienstag (23.10.2018): Weil sich die Besetzer abwechseln, sei dem Gericht kein konkreter Name einer Person bekannt.

Abriss rückt näher

In Kerpen-Manheim gibt es wegen des heranrückenden Tagebaus und der längst begonnenen Umsiedlung viele leerstehende Häuser. Der Energiekonzern RWE, dem die Häuser gehören, hatte Strafanzeige gegen die Besetzer erstattet. Kerpen-Manheim soll bis 2022 komplett abgerissen werden. Der Ort muss dem Braunkohletagebau Hambach weichen. In der Nähe entstand der neue Ort Manheim-neu.

Stand: 23.10.2018, 14:50