Bonner Kokainbande: Sechseinhalb Jahre Haft für Drogenboss

Fünf Angeklagte der Bonner Drogenbande im Landsgericht.

Bonner Kokainbande: Sechseinhalb Jahre Haft für Drogenboss

Von Ulrike Schödel

  • Drogenboss aus Bonn-Tannenbusch verurteilt
  • Festnahme der Bande nach Großrazzia im Mai 2018
  • Verurteilter legte umfassendes Geständnis ab

Das Bonner Landgericht hat den 32-jährigen Drogenboss einer Kokainbande aus Tannenbusch am Montag (25.03.2019) wegen Rauschgifthandels im großen Stil zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Bande war durch eine Großrazzia der Polizei im Mai 2018 festgenommen worden.

Über zweieinhalb Kilo Kokain in Tannenbusch verkauft

Der 26-jährige Bruder des Verurteilten, der offenbar sein Handlanger gewesen war und die Verkäufe kontrolliert hatte, wurde zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Die Brüder hatten eine professionelle Drogenbande aufgebaut.

Umfassendes Geständnis des Bandenchefs

Der 32-jährige Bandenchef hatte, obwohl die Ermittler bei der Razzia nur wenige 100 Gramm Drogen sicherstellen konnten, den Kokainhandel mit der ungewöhnlich großen Menge gestanden. Diese Höhe hätte das Gericht ihm niemals nachweisen können, hieß es im Urteil.

Durch sein Geständnis hatte der Bandenchef auch weitere Mittäter belastet. Bereits vor einem Monat war ein 36-jähriger Straßendealer zu fünf Jahren Haft verurteilt worden, seine 29-jährige Verlobte, die das Pulver abgewogen und verpackt hatte, muss knapp drei Jahre ins Gefängnis.

Nur der 31-Jährige, der seine freistehende Wohnung als Drogenbunker für die Kokainbande zur Verfügung gestellt hatte, kam mit einer Bewährungsstrafe davon. 

Stand: 25.03.2019, 16:09