Tiere im Kölner Zoo bekommen neues Zuhause

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Tiere im Kölner Zoo bekommen neues Zuhause

Von Ulrich Schröder

  • Arbeiten am historischen Südamerikahaus ab November
  • Regenwald-Atmosphäre und freilaufende Tiere
  • Große Sichtfenster am neuen Tiger-Gehege

Neue Gehege, moderne Technik, weniger Abstand zu den Tieren - der Kölner Zoo steckt in diesem Jahr Millionen in Umbauarbeiten. Eines der größten Projekte: Das Südamerikahaus wird saniert. Das Gebäude gehört zu den ältesten auf dem Zoo-Gelände. Es wurde 1899 im Stil einer russisch-orthodoxen Kirche erbaut und ist mit seiner Architektur einmalig im gesamten Rheinland.

Blick auf das Südamerikahaus im Kölner Zoo

Das Südamerikahaus im Kölner Zoo stammt aus dem Jahr 1899

Bei der Sanierung, die im November starten soll, wird der Denkmalschutz des Gebäudes zur Herausforderung. Von außen soll der Originalzustand von 1899 wieder hergestellt werden. Innen aber wird modernste Technik einziehen; Besucher sollen sich zwischen den Tieren in einem Regenwald bewegen, Affen werden frei um sie herum laufen.

Elf Millionen Euro wird allein die Sanierung des Südamerikahauses kosten. Der Zoo profitiert dabei von Zuschüssen in Höhe von 19 Millionen Euro, die der Stadtrat kürzlich bewilligt hat.

Blick in das Südamerikahaus

Im Südamerikahaus ist ein begehbarer Regenwald geplant

Auch das Tiger-Gehege im Kölner Zoo wird umgebaut, hier sollen die Arbeiten nach den Sommerferien beginnen. Besucher sollen demnächst näher daran sein, deshalb werden ein Treppenabgang auf Wassergraben-Niveau und große Sichtfenster eingebaut. Hier können die Besucher beim so genannten tierärztlichen Training dabei sein. Die Pfleger trainieren mit dem Tier Bewegungsabläufe, damit sie zum Beispiel Blut abnehmen oder den Tiger äußerlich untersuchen können. Bislang fand das unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, demnächst können Besucher zusehen.

Stand: 06.06.2018, 10:06