Kölner Tafel sucht mehr Ausgabestellen für Senioren

Essensausgabe einer Tafel

Kölner Tafel sucht mehr Ausgabestellen für Senioren

Von Celina de Cuveland

  • Mehr Ausgabestellen nur für Senioren geplant
  • Kölner Tafel sucht neue Räume
  • Aufnahmestopps werden zu Problem

Die Kölner Tafel sucht mehr Lebensmittelausgabestellen in den Stadtteilen - und zwar nur für Senioren. Das hat die Vorsitzende, Karin Fürhaupter, am Donnerstag (23.05.2019) gesagt. Gerade ältere Menschen seien auf Ausgabestellen möglichst nah an ihrem Wohnort angewiesen.

Viele Aufnahmestopps bei Lebensmittelverteilstationen

Aktuell müssten bedürftige Senioren in Köln oft weite Strecken fahren, sagt sie. Weil es bei vielen der 30 reinen Lebensmittelausgabestellen in den Stadtteilen einen Aufnahmestopp gibt. In den Räumen sei oft kein Platz für mehr Menschen oder die Ehrenamtler können nicht mehr Bedürftige versorgen. "Außerdem trauen sich viele ältere Menschen nicht zu den großen Ausgabestellen, weil ihnen ihre Situation unangenehm ist", erklärt Fürhaupter.

Tafel liefert Lebensmittel an Ausgabestellen

Die Tafel sucht deshalb neue Orte, wo die Lebensmittel verteilt werden können. Das können etwa Gemeindezentren oder Betriebsgaragen sein - solange sich dort genug ehrenamtliche Helfer finden. Die Tafel beliefert viele Ausgabestellen nämlich nur mit Lebensmitteln.

Ältere Menschen bleiben oft arm

Bislang gibt es nur eine Ausgabestelle ausschließlich für ältere Kunden im Stadtteil Sülz. "Da kommen die rund 35 Senioren hin, trinken ihren Kaffee, nehmen ihre Lebensmittel und gehen wieder heim", erklärt Fürhaupter. "Mir liegt die Versorgung der älteren Menschen einfach am Herzen. Sie haben oft keine Chance mehr, aus der Armut herauszukommen."

Stand: 23.05.2019, 08:28

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