Kölner Startup entwickelt digitalen Impfpass

Symbolbild eines möglichen Digitalen Impfpass auf einem Mobiltelefon und eines Deutschen Reisepass der Europäischen Union.

Kölner Startup entwickelt digitalen Impfpass

Das Kölner Softwareunternehmen Ubirch soll zusammen mit dem US-Konzern IBM einen digitalen Impfpass entwickeln.

Das Bundesgesundheitsministerium will insgesamt vier Unternehmen mit der Entwicklung des digitalen Impfpasses beauftragen. Das hat das Ministerium auf Anfrage mitgeteilt, berichtet die dpa.

Kölner Unternehmen soll die Technologie liefern

Ubirch ist auf die sogenannte Blockchain-Technologie spezialisiert. Diese soll fälschungssicher sein, da die Ausführung jedes neuen Schritts im Programmablauf auf mehreren Rechnern gleichzeitig verifiziert wird. In der Ausschreibung auf dem europäischen Ausschreibungsportal TED ist nachzulesen, dass IBM den Zuschlag für die Entwicklung bekommen hat. 2,7 Millionen Euro stehen laut der Ausschreibung dafür zur Verfügung.

Digitaler Impfpass soll auch in Arztpraxen zu nutzen sein

Der digitale Impfpass soll eine Ergänzung zum gelben Impfpass sein. Die Nutzerinnen und Nutzer sollen dann nicht mehr nur im gelben Impfpass Impfzeitpunkt, Impfstoff und Namen vorzeigen können, sondern die Informationen auch personalisiert auf ihrem Smartphone digital speichern können. Laut der Ausschreibung soll der digitale Impfpass eine Impfnachweis-App, eine Prüf-App und ein Backendsystem für die Integration in Arztpraxen und Impfzentren umfassen.

Digitaler Impfpass ist ein Projekt der EU

Der digitale Impfpass ist ein kürzlich vereinbartes Projekt der EU und soll im Schnellgang entwickelt werden. Den Gesetzentwurf will die Kommission am 17. März vorlegen. Helfen soll der Impfpass bei einer schnelleren Rückkehr zur Normalität. Bedenken angemeldet hat unter anderem die italienische Datenschutzbehörde, die eine Diskriminierung nicht geimpfter Bürger fürchtet, so die dpa.

Stand: 09.03.2021, 19:45