Zehn Jahre nach Archiv-Einsturz: Stadt Köln und KVB wollen Neuanfang

Das eingestürzte Historische Stadtarchiv Köln im Jahr 2009

Zehn Jahre nach Archiv-Einsturz: Stadt Köln und KVB wollen Neuanfang

Von Jochen Hilgers

  • Schadenssumme von 1,3 Milliarden Euro soll eingeklagt werden
  • Nord-Süd-Stadtbahn fährt frühestens 2027
  • Schwieriges Gedenken am Karnevalssonntag

Am 3. März 2019 jährt sich der Einsturz des Kölner Stadtarchivs zum zehnten Mal. Bei dem Unglück in der Südstadt waren zwei junge Männer ums Leben gekommen. Wichtige Archivgüter wurden verschüttet und zerstört.

Der Einsturz war durch den Bau der U-Bahn verursacht worden. Am Freitag (22.02.2019) zogen die Verantwortlichen von Stadt und KVB eine Zwischenbilanz und wagten einen Ausblick.

Oberbürgermeisterin vorsichtig optimistisch

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker rechnet damit, dass die Nord-Süd-Stadtbahn 2027 fahren wird. Das wäre dann gut 17 Jahre nach der eigentlich geplanten Eröffnung der Linie.

KVB-Vorstand Jörn Schwarze betonte, dass sich dieses Datum noch verschieben könne. Nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs errechnen die Verantwortlichen der Stadt einen Gesamtschaden von 1,33 Milliarden Euro.

Zehnter Jahrestag am Karnevalssonntag

Am 3. März, dem Karnevalssonntag, werden parallel zum Gedenken an der Einsturzstelle auch die Kölner Schull- und Veedelszoch durch die Südstadt laufen. Nicht direkt an der Stelle vorbei, aber in Hörweite.

Oberbürgermeisterin Reker wird an einer Gedenkveranstaltung an der Unglücksstelle teilnehmen. Sie sagte, das Unglück habe das Leben in der Südstadt und darüber hinaus geprägt. Das Kölsche Motto "et hat noch immer jut jejange" würde nicht mehr zählen.

Stand: 22.02.2019, 14:02