Kölner Rosenmontagszug fällt auch 2022 aus

Rosenmontagszug

Kölner Rosenmontagszug fällt auch 2022 aus

Der Rosenmontagszug in Köln mit Hunderttausenden Zuschauern wird voraussichtlich wegen der Prognosen zur Omikron-Variante des Coronavirus nicht stattfinden. Alternativen zum klassischen Zug werden geprüft.

Angesicht der hohen Ansteckungszahlen an Corona richten sich die Karnevalisten in Köln auf einen deutlich kleineren Rosenmontagszug ein.

In Anbetracht der Prognosen zur Omikron-Variante gehen wir derzeit davon aus, dass ein normaler Rosenmontagszug mit Hunderttausenden von Zuschauern nicht möglich sein wird Holger Kirsch, Zugleiter

"Aber natürlich beobachten wir die Corona-Lage weiterhin sehr genau und prüfen, welche alternativen Konzepte kurzfristig möglich sein könnten, um den kölschen Jecken trotzdem einen besonderen Rosenmontag zu bereiten", erklärte Kirsch. Das Festkomitee Kölner Karneval plane derzeit für Rosenmontag, der im kommenden Jahr am 28. Februar gefeiert wird, an Alternativen zum klassischen Zug, hieß es.

Alternativ-Konzepte werden erarbeitet

Schon im ersten Jahr der Corona-Pandemie hatte das Team der Zugleitung für den Rosenmontag unterschiedliche Konzepte erarbeitet. Diese werden nun erneut auf ihre Machbarkeit geprüft. Dazu zähle etwa das sogenannte Platzkonzept, bei dem die Persiflage-Wagen auf verschiedenen Plätzen in den Kölner Vierteln als Ausstellungsstücke zu sehen sein könnten. Erwogen wird auch eine "Rio-Variante" mit festen Tribünen auf beiden Seiten eines deutlich verkürzten Zugweges. Auch ein Rosenmontagszug im Stadion des 1. FC Köln steht als Option im Raum.

Wenn der FC bis Ende Februar Corona-konform wieder vor Publikum spielen dürfte, könnte auch diese Alternative ein Weg sein, um unter 2G-Plus-Bedingungen sicher feiern zu können. "All diese Varianten sind natürlich kein Ersatz für einen normalen Rosenmontagszug, das ist allen Beteiligten bewusst", erklärte Zugleiter Kirsch. Gleichwohl wisse man, "dass die kölschen Jecken für kleine, auf den ersten Blick verrückte Ideen offen sind".

2021 war auch der Rosenmontagszug in Köln abgesagt worden, stattdessen hatte es in Zusammenarbeit mit dem Kölner Hänneschen-Theater einen Zug im Miniaturformat gegeben, der vom WDR übertragen wurde. Da der Kölner Rosenmontagszug auf jeden Fall nicht den üblichen Zugweg nutzen wird, sind die für den 27. Februar geplanten "Schull- un Veedelszöch" bereits abgesagt. "Unsere komplette Logistik baut auf der Infrastruktur des Rosenmontagszuges auf. Ein Alleingang ist für uns deshalb nicht denkbar, zumal ja auch die Zöch am Sonntag Hundertausende in die Innenstadt locken", betonte Zugleiter Willi Stoffel.

Keine Verschiebung des Zugs

Bereits Mitte Dezember hatten sich Vertreter des rheinischen Karnevals nach einem Gespräch mit der Landesregierung dazu entschlossen, den Sitzungskarneval in dieser Session weitestgehend abzusagen. Die Düsseldorfer Jecken hatten zuvor ihren Rosenmontagszug um mehrere Monate nach hinten verschoben. Er soll nach aktuellem Stand nun am 29. Mai durch die Landeshauptstadt ziehen. Eine solche Verschiebung lehnt das Festkomitee Kölner Karneval ab.

Stand: 27.12.2021, 16:56