Kölner Luftreinhalteplan tritt in Kraft

Abgase strömen aus einem PKW-Auspuff

Kölner Luftreinhalteplan tritt in Kraft

  • Neuer Luftreinhalteplan für Köln tritt in Kraft
  • Vorerst keine Auswirkungen auf Autofahrer
  • Gericht entscheidet im Sommer über Fahrverbote

Mehrere Maßnahmen sollen ab Montag (01.04.2019) gegen die Luftverschmutzung helfen. Dazu gehören u.a. die Erneuerung der Busflotte bei der KVB, die Förderung des Radverkehrs, sowie neue Ampelanlagen, um den Verkehrsfluss zu verbessern.

Die Luftverschmutzung in der Millionenstadt ist seit langem viel zu hoch. Laut EU-Grenzwert dürfen es im Schnitt nur 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter sein. An einigen Stellen im Stadtgebiet wird dieser Grenzwert immer wieder überschritten.

Am schlimmsten sind die Werte am Clevischen Ring in Mülheim. 2017 wurden dort 62 Mikrogramm gemessen. 2018 sank der Wert auf 59 Mikrogramm.

Urteil über Fahrverbote im Sommer

Die Kölner Bezirksregierung bewertet das als positiven Trend. Sie hofft, durch die Maßnahmen im Luftreinhalteplan die Luftverschmutzung dauerhaft verbessern zu können. Ziel ist es, drohende Fahrverbote zu verhindern.

Das Oberverwaltungsgericht in Münster will im August eine Entscheidung dazu treffen. Das Kölner Verwaltungsgericht hatte ein Fahrverbot innerhalb der bestehenden Umweltzone vorgesehen. Dagegen hatte das Land Berufung eingelegt.

Stand: 01.04.2019, 07:47