Ein Feuerwerk über dem Rhein in Köln. Auf dem Rhein fahren Schiffe, im Hintergrund ist der Kölner Dom und im Vordergrund sitzende Zuschauer zu sehen

Diskussion um Zukunft der Kölner Lichter

Stand: 12.01.2022, 16:18 Uhr

Die Kölner Lichter sind abgesagt. Das hat der Veranstalter des größten musiksynchronen Feuerwerks in Europa bekannt gegeben. Für die Zukunft gibt es verschiedene Vorschläge.

"Normalerweise wären wir jetzt schon ausgebucht, aber wir haben noch nicht mal mit dem Vorverkauf begonnen. Die Zeit ist viel zu knapp. Die Kölner Lichter kosten 1,4 Millionen Euro, es fehlen aktuell 300.000 Euro", sagt Werner Nolden. Der Veranstalter der Kölner Lichter hat daher die Reißleine gezogen. Trotz intensiver Gespräche mit der Stadt Köln habe man die Finanzierungslücke nicht schließen können. Er bleibe aber optimistisch, dass es die Kölner Lichter in Zukunft wieder geben werde.

Weco steckt in der Krise

Eitorfer Feuerwerksunternehmen WECO steht vor dem Aus

Eine zentrale Rolle für die Absage spiele allerdings auch die Geschäftslage der Firma WECO. Der Pyrotechnik-Hersteller aus Eitorf ist ein enger Partner der Kölner Lichter, um den sich Werner Nolden Sorgen macht, denn "unser Hauptsponsor WECO, hat im Moment ganz andere Probleme. Nach dem Feuerwerksverbot an Silvester müssen die selber sehen, wie sie auf die Beine kommen." Sollten die Kölner Lichter in Zukunft wieder stattfinden, dann aus Noldens Sicht mit WECO als Partner. Denn keine andere Firma sei in der Lage, ein solches Feuerwerk durchzuführen.

Umweltverbände begrüßen die Absage

"Es ist die richtige Entscheidung. Die Kölner Lichter könnten aus meiner Sicht auch mit Drohnenballetten und Lichtinstallationen funktionieren. Das machen andere Städte auch." Für Jürgen Resch, den Chef der Deutschen Umwelthilfe (DUH), ist die Sache klar. Köln sollte in Zukunft auf digitale Technik setzten, so wie Städte in Asien, anstatt auf die Verbrennung von Feuerwerkskörpern. Ähnlich sieht es die Umweltorganisation Greenpeace.

Kölner Lichter sollen klassisches Feuerwerk bleiben

Feuerwerk über dem Rhein, im Hintergrund der Kölner Dom

Solchen Ideen hat Werner Nolden schon eine Absage erteilt. Für ihn sind die Kölner Lichter in erster Linie ein Feuerwerk.

"Wir haben auch schon über Laser- und Drohneshows nachgedacht. Das ist aber alles keine Alternative zu dem, was wir haben. Alleine schon, weil diese speziellen Drohnen aktuell nur eine Flugzeit von zehn Minuten haben und das ist zu kurz." Werner Nolden

Die Stadt Köln dagegen ist offen, dass auch über neue Formen nachgedacht wird. Genauso sieht es KölnTourismus, dass sich auch andere Formate vorstellen kann.