Kölner Justizzentrum wird neugebaut

Gelände für Neubau des Justizzentrums

Kölner Justizzentrum wird neugebaut

Von Jens Gleisberg

  • Bauarbeiten werden Jahre dauern
  • Grüngürtel-Erweiterung nicht gefährdet
  • Wohnungen für den bisherigen Bau gefordert

Das Justizzentrum an der Luxemburger Straße mit dem Sitz des Amts- und Landgerichtes im Stadtteil Sülz soll auf einem Nachbargrundstück neu errichtet werden. Die Pläne dafür hat das Ministerium bestätigt, will die Details aber erst Anfang August zusammen mit der Stadt bekanntgeben.

Kosten steigen weiter

Land- und Amtsgericht in Köln

Nach der Sanierung könnten im Justizzentrum Wohnung entstehen

Der Neubau für die rund 1.800 Mitarbeiter soll zwischen dem bisherigen Gebäudekomplex und dem derzeit in Bau befindlichen Stadtarchiv entstehen. Damit bliebe Platz für die Erweiterung des Grüngürtels, für den das Autonome Zentrum verlagert werden soll. Noch offen ist, welche Pläne das Land für das bisherige 23-stöckige Justizzentrum hat. Für eine neue Nutzung müsste umfangreich saniert werden. Das aus dem Jahre 1981 Gebäude ist marode. Seit Jahren gibt es defekte Aufzüge, kaputte Wasserleitungen, Probleme mit dem Brandschutz. Ebenso müsste eine Asbestsanierung stattfinden.

Jahrelanger Leerstand an der Luxemburger Straße

Eingang Justizzentrum in Köln

1800 Beschäftigte sollen in den Justizneubau umziehen

Das bisherige Gebäude könnte am besten für günstige Wohnungen genutzt werden. Das fordert die SPD-Fraktion im Landtag. Dazu solle das Gebäude vom Land an eine städtische Tochtergesellschaft verkauft werden. Auch ein Abriss und Neubau ist möglich. Damit würde sich das Gelände an der Luxemburger Straße zur Großbaustelle entwickeln. Denn auch die ehemalige Arbeitsagentur gleich nebenan steht seit Anfang des vergangenen Jahres leer. Dort will ein privater Investor 700 Mikroappartements bauen. Die Planungen dafür laufen derzeit noch.

Stand: 17.07.2019, 13:58

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