Kölner Ausländerbehörde fehlt Personal

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Kölner Ausländerbehörde fehlt Personal

Der Flüchtlingsrat erhebt schwere Vorwürfe gegen die Stadt: Weil in den Ausländerämtern Mitarbeiter fehlten, gebe es einen Bearbeitungsstau bei Anträgen von Geflüchteten.

Die Menschen fürchten demnach abgeschoben zu werden, weil ihr Anträge - etwa auf Asyl - nicht rechtzeitig bearbeitet würden. Der Kölner Flüchtlingsrat e. V. und der Kölner Runde Tisch für Integration fordern mehr Stellen in den Ausländerämtern in Mülheim, Kalk und Chorweiler. Bislang sind in den Ämtern insgesamt 80 Sachbearbeiter und Sachbearbeiterinnen im Einsatz, die völlig überlastet seien. "Seit Wochen ist bekannt, dass es in den drei Ausländerämtern viel zu wenig Personal gibt, um die Aufenthaltserlaubnisse von nicht-deutschen Kölnerinnen und Kölnern - darunter vielen Geflüchteten - zu verlängern", sagt ein Sprecher des Kölner Runden Tisches für Integration.

Stadt Köln räumt Probleme ein

Die Stadt hat Probleme bei der Bearbeitung von Anträgen in den Ausländerämtern eingeräumt. Durch die Corona-Pandemie hätten sich viele Anträge aufgestaut, weil Termine nicht stattfinden konnten. Man werde prüfen, ob mehr Personal eingesetzt werden kann.

Anträge zu langsam bearbeitet

Teilweise könnten Anträge erst im Frühjahr bearbeitet werden, sagt der Flüchtlingsrat. Das sei viel zu langsam. Von den Anträgen hängt oft ab, ob Geflüchtete hier weiter legal bleiben dürfen, ob sie einen Arbeitsvertrag bekommen oder Sozialhilfe. "Besonders bei Geflüchteten ist die Sorge groß, dass sie abgeschoben oder zumindest in Gewahrsam genommen werden könnten", sagt Claus-Ulrich Prölß, Geschäftsführer des Kölner Flüchtlingsrat e.V..

Bessere Technik benötigt

Der Flüchtlingsrat fordert auch bessere Technik in den Ausländerämtern. Die Telefonhotline zum Beispiel sei viel zu schnell überlastet und würde nach dem 25. Anrufenden zusammenbrechen.

Stand: 06.10.2021, 08:12