Köln will Wohnraum besser schützen

Sanierte Altbauten in Köln

Köln will Wohnraum besser schützen

Von Udo Bühlmann

  • Neue Wohnraumschutzsatzung soll im Sommer in Kraft treten
  • Bis zu 6.000 Wohnungen möglicherweise illegal vermietet
  • Stadt droht Bußgelder bis zu 10.000 Euro an

Die Stadt Köln will den Missbrauch von Wohnungen durch illegale Vermietungen verhindern. Dazu soll der Kölner Rat eine neue Wohnraumschutzsatzung verabschieden.

Keine touristische Vermietung

Am 1. Juli 2019 soll die neue Wohnraumschutzsatzung in Kraft treten, teilte die Stadt heute (25.04.2019) mit. Die Satzung verbietet in Köln die gewerbliche und touristische Vermietung von Wohnraum in allen Wohnungen. Davon betroffen sind auch Einfamilienhäuser, sie waren bisher ausgenommen.

Hohe Bußgelder drohen

Erlaubt bleibt die Vermietung einzelner Zimmer, solange nicht mehr als die Hälfte der Wohnung vermietet wird. Auch die Vermietung einer ganzen Wohnung zum Beispiel während eines Urlaubs des Wohnungsbesitzers wird in Köln nicht geahndet, sagte ein Sprecher der Stadt. Verstöße werden mit Bußgeldern zwischen 2.000 und 10.000 Euro belegt.

Mehr Kontrolleure

Um Verstöße aufzudecken, hat die Stadt die Zahl der Kontrolleure verdoppelt. In den vergangenen Jahren wurden immer mehr Wohnungen für die illegale Vermietung an Touristen genutzt. Vermittelt werden die Wohnungen häufig von Internetportalen wie zum Beispiel „Airbnb“.

Kölner Klingelschilder

Plakat der Stadt Köln gegen illegale Vermietungen

Im vergangenen Sommer hatte der WDR illegale Vermietungen von Wohnungen an Touristen aufgedeckt. Eine Firma hatte die Wohnungen über "Airbnb" vermietet. Die Stadt Köln hatte nach den WDR-Berichten Bußgelder gegen den Vermieter und gegen den Eigentümer des Gebäudes verhängt.

Einschränkungen bei Airbnb & Co. - Tipps für Mieter und Vermieter

WDR 2 Servicezeit 06.07.2018 03:50 Min. WDR 2

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Stand: 25.04.2019, 12:46

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