U-Bahn-Sperrung: Grundwasser hebt Tunnel an

KVB inspiziert U-Bahn-Tunnel

U-Bahn-Sperrung: Grundwasser hebt Tunnel an

  • In Köln ist ein U-Bahntunnel gesperrt worden
  • Grundwasser drückt Tunnelteile nach oben
  • Stadtverwaltung: Keine Einsturzgefahr

Grundwasser hat in einem Kölner U-Bahntunnel mehrere Betonteile um bis zu einen Zentimeter nach oben gedrückt. Im Kölner Stadtteil Ehrenfeld wurde deshalb ein kompletter U-Bahntunnel gesperrt. Wie der zuständige Amtsleiter der Stadt, Gerd Neweling, am Sonntag (14.04.2019) mitteilte, ist der Tunnel nicht einsturzgefährdet. Allerdings bestehe die Gefahr, dass Schienen der U-Bahn brechen.

Stahlstützen sollen Tunnel stabilisieren

Mehr als 50 Stahlstützen sollen die Betonelemente nun stabilisieren. Zugleich sollen sie dafür sorgen, dass das Grundwasser den Tunnelboden an den gefährdeten Stellen nicht weiter anheben kann.

Tunnel-Sperrung seit Freitagnacht

Technikern war in der Nacht zum Freitag aufgefallen, dass sich Teile des Bodens in dem U-Bahntunnel angehoben hatten. Daraufhin wurde der Tunnel für den Verkehr gesperrt. Zwei U-Bahnlinien sind seitdem unterbrochen. Die Fahrgäste müssen auf Busse umsteigen.

Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass die Arbeiten bis Montagmorgen beendet sind. Dann könnten mit Betriebsbeginn auch wieder U-Bahnen fahren. Ob die Arbeiten rechtzeitig beendet werden, soll im Laufe des Abends feststehen.

Hochwasserwelle als Auslöser für Probleme im Tunnel

Nach Angaben der Stadt steigt das Grundwasser im Kölner Stadtteil Ehrenfeld zur Zeit stark an. Ursache ist eine Hochwasserwelle im Rhein vor einigen Wochen, deren Nachwirkungen sich jetzt im Grundwasser bemerkbar machten. Unabhängig von Hochwasserwellen im Rhein hat Köln aber seit Jahren mit steigenden Grundwasserpegeln zu kämpfen, weil die Industrie im Großraum Köln nicht mehr so viel Wasser aus dem Boden pumpt wie früher.

Stand: 14.04.2019, 14:48

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