Altenheimbewohner in Köln: Langes Warten auf Taschengeld

Zwei pflegebedürftige Frauen sitzen in einem Pflegeheim in ihren Rollstühlen

Altenheimbewohner in Köln: Langes Warten auf Taschengeld

Die Seniorenvertretung Köln schlägt Alarm: Die Stadt brauche zu lange, um das Taschengeld an Sozialhilfeempfänger in Heimen auszuzahlen.

Ein Besuch beim Frisör, ein Kaffee oder ein Stück Seife. Für viele Sozialhilfeempfänger in Alten- und Pflegeheimen in Köln ohnehin ein Luxus. Doch auf das Geld für solche kleinen Annehmlichkeiten müssen sie besonders lange warten. Zwar steht ihnen per Gesetz ein monatliches Taschengeld von gut 110 Euro zu. Doch die Bewilligung durch die Stadt dauere ein Jahr und länger, kritisiert die Seniorenvertretung Köln, Bezirk Innenstadt.

Stadt Köln räumt Verzögerungen ein

Die Stadt räumt ein, dass es beim Taschengeld zu längeren Wartezeiten gekommen ist. Grund: Allein im März 2019 mussten die Mitarbeiter über mehr als 1100 Fälle entscheiden. Man habe die Bearbeitungszeit aber durch mehr Personal inzwischen deutlich verkürzt, so die Stadt.

Die Seniorenvertretung sieht das nicht so. Sie kenne nach wie vor rund 100 Fälle von Pflegebedürftigen, die ein Jahr und länger auf ihr Taschengeld warten. Das seien immerhin rund 10 Prozent.

Stand: 15.04.2019, 09:00