Stadtarchiv-Prozess: Staatsanwaltschaft legt Revision ein

Einsturzstelle Stadtarchiv

Stadtarchiv-Prozess: Staatsanwaltschaft legt Revision ein

  • Kölner Stadt-Archiv war bei U-Bahn-Bau 2009 eingestürzt
  • Zwei Anwohner kamen ums Leben
  • Gericht sprach Bauleiter frei

Die Kölner Staatsanwaltschaft hat die Freisprüche der beiden Bauleiter der privaten Firmen im Prozess um den Stadtarchiv-Einsturz beanstandet. Über die Revision entscheidet der Bundesgerichtshof in Karlsruhe.

Die Staatsanwaltschaft hatte jeweils ein Jahr Haft auf Bewährung wegen fahrlässiger Tötung gefordert. Die beiden Bauleiter hatten laut Anklage gegen ihre Sorgfaltspflicht verstoßen. Das Kölner Landgericht sprach die beiden Männer jedoch in seinem Urteil am vergangenen Freitag (12.10.2018) frei.

Fehler beim Bau führte zum Einsturz

Die Bewährungsstrafe, zu der ein Bauüberwacher der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) verurteilt worden war, werde nicht beanstandet. Auch der verurteilte KVB-Bauüberwacher hat Revision eingelegt.

Bei dem Unglück im März 2009 waren zwei Anwohner ums Leben gekommen. Das Gericht hatte "eindeutig" festgestellt, dass ein Fehler beim Bau zu dem Einsturz geführt hatte.

Stand: 16.10.2018, 10:38